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Jesus-Karikatur nach Protesten entfernt

Erfolgreiche Einwände: Ein für die Ausstellung "Caricatura VI" in Kassel aufgehängtes Plakat mit einer Jesuskarikatur haben die Veranstalter nach Protesten der Kirchen nun entfernt. In der Ausstellung selbst wird die Karikatur weiterhin zu sehen sein.
Von PRO

Foto: Caricatura

Die Caricatura-Galerie habe das Plakat auf Wunsch des Künstlers Mario Lars entfernt, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter. "Die Diskussion um den Cartoon entwickelt sich zunehmend in eine Richtung, die so von mir nicht beabsichtigt war und sich auch nicht mehr aktiv beeinflussen lässt", begründete Lars den Schritt. Ihm sei es nicht um Religionskritik, sondern um Jugendslang gegangen. "Eine kontroverse Diskussion über die Sprache hätte ich mir gewünscht."

Kirchenvertreter hatten sich an dem Werbeplakat gestoßen, das überlebensgroß an der Außenfassade des Kasseler "Kulturbahnhofs" hängt. Lars lässt eine Stimme aus dem Himmel zu Jesus am Kreuz sagen: "Ey… Du… Ich hab deine Mutter gefickt". Das Plakat wies auf die Ausstellung "Caricatura VI: Die Komische Kunst – analog, digital, international" hin, die bis zum 16. September in Kassel läuft.

Angesichts der Aufregung um den Cartoon sehen die Veranstalter "Gesprächsbedarf zum Thema Religion und Karikatur". Unter dem Deckmantel des Christentums seien "zunehmend auch islamophobe und völkische Argumente" angebracht worden. "Hier scheint die Diskussion mit der Kirche dringend weitergeführt werden zu müssen." Dazu sei die Caricatura-Galerie bereit.

In der Ausstellung, die eine Überblicksschau zur Komischen Kunst aus mehreren europäischen Ländern zeigt, ist die Zeichnung den Angaben nach jedoch weiterhin zu sehen. Die "Caricatura" gilt als größte Ausstellung für Komische Kunst in Deutschland und wird seit 1987 im Fünf-Jahres-Rhythmus veranstaltet. In diesem Jahr nehmen 107 Künstler aus 7 europäischen Ländern teil. (pro)

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