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Jesus ist die bedeutendste Figur der Weltgeschichte

Jesus hatte einen größeren Einfluss auf die Weltgeschichte als jeder andere Mensch. Diese Ansicht hat John Ortberg, Pastor der Menlo Park Presbyterian Church, am Freitag auf dem Willow Creek Leitungskongress in Leipzig vertreten.
Von PRO
Der der amerikanische Theologe John Ortberg sprach am zweiten Tag des Willow-Creek-Leitungskongresses in Leipzig

Foto: Thorsten Indra/ Willow Creek

Der der amerikanische Theologe John Ortberg sprach am zweiten Tag des Willow-Creek-Leitungskongresses in Leipzig
So sei die Idee der Kirche, in der alle Menschen gleich sind, in der Antike völlig neu gewesen. „Wo vor der Kirche gab es eine Bewegung, die aktiv versuchte, jedes Individuum einzubeziehen unabhängig von Ethnie, Reichtum, Geschlecht, Nationalität, um geliebt und verändert zu werden? Es gab noch nie ein Konzept von einer Gemeinschaft wie dieser. Das war seine Idee“, sagte Ortberg. In Deutschland ist Ortberg auch durch seine Bestseller wie „Jeder ist normal, bis du ihn kennenlernst“, „Das Leben, nach dem du dich sehnst“ oder „Der Weltbeweger“ bekannt. Jesus habe auch die Wahrnehmung der Weltgeschichte verändert, sagte der amerikanische Theologe. Während die Existenz in der Antike als Ablauf von Zyklen verstanden worden sei, signalisiere der Kalender, der an Christi Geburt ausgerichtet ist: „Leben ist nicht ein zufälliger Zyklus, Leben hat Bedeutung und ein Ziel.“ Alle Herrscher und Reiche der Welt würden heute in Bezug auf Jesus datiert: „Immer, wenn jemand das Datum anschaut, werden wir erinnert, dass Jesus die Türangel der Geschichte ist.“ Auch soziales Engagement, Fürsorge, medizinische Hilfe und Bildung für die Benachteiligten, Armen und Kranken der Gesellschaft seien maßgeblich von der Lehre Jesu motiviert. Diesen Menschen Würde zu geben und sie nicht auszustoßen, sei eine ursprünglich christliche Idee, sagte Ortberg. Die ersten Schulen und Universitäten, die nicht nur einzelnen vorbehalten waren, seien von Klöstern gegründet worden. Auch wissenschaftliche und technische Entwicklungen wie die Lesebrille oder die Uhr seien aus Klöstern hervorgegangen. Ortberg verwies zudem auf den Einfluss, den das Christentum auf die Kunst hat. Auch die Entwicklung von Schriftsprachen verschiedenster Kulturen und deren systematische wissenschaftliche Analyse seien wesentlich durch christliche Missionare vorangebracht worden. Die Evangelien gebe es in mehr als 2.200 Sprachen. Von keinem Buch existierten auch nur annähernd so viele Übersetzungen. Auch die Menschenrechte seien von Jesus beeinflusst, sagte Ortberg. Deren Grundidee, dass alle Menschen gleich geschaffen und bestimmte Rechte haben, beruhe auf christlichen Überzeugungen. Jesus habe „auf einzigartige Weise gezeigt“, was Nächsten- und Feindesliebe bedeutet. Das habe Menschenrechtler wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King inspiriert. Nicht zuletzt sei der Geburtstag von Jesus mit dem Weihnachtsfest der wohl am häufigsten gefeierte Geburtstag überhaupt. In einem weiteren Vortrag sprach Gottfried Locher über die Bedeutung des Gebets. Geistliche Leiter sollen sich regelmäßig ins Gebet und die Stille zurückziehen, um gut führen zu können, sagte der Präsident des Schweizer Evangelischen Kirchenbundes. Viele geistliche Führungskräfte würden Ausreden dafür haben, warum sie sich nicht regelmäßig Zeit für das Gebet nähmen, sagte Locher. Dass die regelmäßige „Klausur“ aber sehr wichtig sei, habe schon Benedikt im 6. Jahrhundert erkannt. „Du lernst in der Stille, wie du leitest im Sturm“, erklärte Locher. In der „Regel des Benedikt“ fordere dieser außerdem, ein guter Leiter sei jemand, „der die Stelle Christi vertritt“. Beten und Handeln ließen sich daher nicht voneinander trennen. Trotzdem befänden sich Pastoren und andere Führungskräfte in Gemeinden immer wieder in der Spannung, die schon Paulus im Römerbrief beschrieben habe: „Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das treibe ich voran.“ Diese Spannung, den Widerspruch und das Versagen gelte es auszuhalten. „Ein guter Chef weiß: Ich bin nicht immer ein guter Chef – weil ich Mensch bin.“ Wer sich das eingestehe, sei glaubwürdig. Leiter müssten verstehen, dass sie trotz ihrer Fehler „Teil der frohen Botschaft“ seien: „Gott braucht deinen Kopf, dein Gesicht“, sagte Locher. Von guten Leitern solle man lernen. Es helfe aber nicht, sie zu imitieren. Gott brauche jeden Menschen so, wie er ist. „Die Spannung, nicht zu genügen, halten wir aus.“ Der Willow-Creek-Leitungskongress geht noch bis Samstag Mittag. An dem Kongress nehmen rund 8.000 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet, aus der Schweiz und Österreich sowie weiteren Ländern teil. (pro)
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