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Jesus-Comedy in Holland abgesagt

Im holländischen Fernsehen sollte Ende August eine Comedy-Sendung über Jesus starten. Doch nach Protesten erklärte der niederländische "Evangelische Rundfunk" ("Evangelische Omroep") das Aus für die Show. Dabei habe man lediglich "offen und ehrlich" über Jesus reden wollen, hieß es.
Von PRO

Foto: arieboomsma.nl

"Läuft ein Mann übers Wasser…" ("Loopt een man over het water…") sollte die Sendung heißen, in der mehrere Kabarettisten über Gott und den christlichen Glauben debattieren sollten. Am 31. August sollte die erste Folge im Rahmen der Sendung "TV Lab" laufen, bei der neue Showformate ausprobiert werden. Die Comedians sollten auf der Grundlage des Markus-Evangeliums über Jesus reden.

Wie die dpa unter Berufung auf niederländische Medien berichtet, gab es noch vor der Ausstrahlung heftige Kritik aus konservativen Kirchenkreisen. Ein Sprecher der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt "Evangelische Omroep" (EO), in deren Verantwortung die Sendung produziert wurde, erklärte, die Show habe eigentlich die Beschäftigung mit Gott fördern sollen. "Sie hatte jedoch den unerwünschten Effekt, dass Menschen dachten, da werden einfach nur Witze über Gott gemacht." Der Direktor des Senders, Arjan Lock, sagte: "Das Ziel des Programms war klar: Wir wollten den Menschen von Jesus erzählen." Er sehe jedoch auch die Gefahr bei diesem Format, dass es missverstanden werden könne.

Der populäre Moderator Arie Boomsma sollte durch die Sendung führen. Laut "Reuters" sagte er zum Aus der Sendung: "Dieses Format bot eine einzigartige Möglichkeit, Vorurteile abzubauen und ein offenes und ehrliches Gespräch über Jesus in Gang zu bringen. Dass wir diese Chance nun nicht bekommen, finde ich bedauerlich." Boomsma hatte bereits Anfang 2008 eine Sendung des niederländischen "Evangelischen Rundfunks" moderiert: In "40 Dagen Zonder Seks" ("40 Tage ohne Sex") mussten sieben junge Niederländer 40 Tage lang ohne Sex leben. Sie wurden in dieser Zeit von Kameras begleitet. Ziel der Sendung war es laut den Programmmachern, die Menschen im Land wieder zum Nachdenken über Sex und Moral anzuregen. (PRO)

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