Das christliche Medienmagazin

„Jana glaubt” – vorerst zum letzten Mal

Der christliche YouTube-Kanal „Jana glaubt“ sendet am 17. Juni 2020 die letzte Folge. Der Herausgeber, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), nennt finanzielle Gründe für das Ende der Zusammenarbeit mit der christlichen Influencerin.
Von Norbert Schäfer
Allein auf ihrem privaten Instagram-Account hat Jana Highholder mehr als 25.000 Follower

Foto: Marc Hunold

Allein auf ihrem privaten Instagram-Account hat Jana Highholder mehr als 25.000 Follower

Der kirchliche YouTube-Kanal „Jana glaubt“ veröffentlicht am 17. Juni die letzte Folge. Das hat der Herausgeber, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), am Dienstag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Kern der Marke „Jana glaubt“ ist die 22-jährige christliche Influencerin Jana Highholder, der außer auf dem YouTube-Kanal viele junge Christen auch bei ihren privaten Social-Media-Angeboten folgen. Die Medizinstudentin hatte im April 2018 mit dem YouTube-Kanal begonnen, der mittlerweile mehr als 22.500 Abonnenten und mehrere Dutzend Videos rund um den christlichen Glauben vorweist.

Das GEP verantwortet gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) den Kanal für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Eigenen Angaben zufolge will das GEP den im Juni 2020 auslaufenden Dienstleistungsvertrag mit der Produktionsfirma Mediakraft zur YouTube-Präsenz von Jana Highholder nicht verlängern. Als Grund führt das GEP finanzielle Einbußen an, die im Zuge der Corona-Krise unter anderem durch Verluste im Anzeigengeschäft entstanden seien und ausgeglichen werden müssten.

Knatsch gab es auch

Wie katholisch.de berichtet, haben in der Vergangenheit verschiedene Ansichten der Influencerin durchaus Kritik hervorgerufen. Highholder war unter anderem nach einem Video über die Rolle der Frau im biblischen Kontext vorgeworfen worden, ein einseitiges Frauenbild zu vertreten und hatte zu einer Debatte über die Finanzierung des Kanals durch die EKD geführt. Kritiker hatten der Influencerin ein antiquiertes Frauenbild vorgeworfen.

Das GEP will sich eigenen Angaben zufolge auf die Weiterentwicklung des evangelischen Contentnetzwerks yeet konzentrieren, mit dem „Menschen verschiedener Frömmigkeitsprägungen, unterschiedlicher Bildung und Herkunft sowie diverser sexueller Orientierungen“ angesprochen werden sollen. yeet bilde „eine Vielfalt ab, die der evangelischen Kirche insgesamt“ entspreche.

Von: Norbert Schäfer

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