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Ist ProChrist noch zeitgemäß?

Steffen Kern ist einer von zwei Hauptrednern der missionarischen Veranstaltung ProChrist. pro hat ihn gefragt, ob Großevangelisationen noch zeitgemäß sind und wo sich das Format modernisiert hat.
Von PRO
Steffen Kern ist einer von zwei Hauptrednern der Großevangelisation ProChrist, die im März erneut beginnt

Foto: Steffen Kern

Steffen Kern ist einer von zwei Hauptrednern der Großevangelisation ProChrist, die im März erneut beginnt

pro: Herr Kern, sind Großevangelisationen noch zeitgemäß?

Steffen Kern: Was ist denn überhaupt zeitgemäß? Ich beobachte ein starkes Bedürfnis der Menschen, Glaubenskurse zu besuchen und miteinander über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Das ist ein gewisser Gegensatz zu Großveranstaltungen wie ProChrist, aber ich bin zutiefst überzeugt davon, dass beides nicht gegeneinander auszuspielen ist. Gelebte Beziehungen und eine Veranstaltung, in der zum Glauben eingeladen wird, brauchen einander. Es muss Christen geben, die Beziehungen zu Nichtchristen pflegen. Diese werden bereichert durch die Impulse einer gut gemachten Veranstaltung. Wir wollen Wege aufzeigen, wie erste Schritte zum Glauben aussehen können. Deswegen glaube ich, dass ProChrist nach wie vor eine großartige Möglichkeit ist und letztendlich unverzichtbar, auch wenn es durchaus Veränderungen im Format gab.

Wie hat sich ProChrist verändert?

Zunächst ist manche Technik neu. Neben einer Satelitenübertragung sind wir auf BibelTV und im Internet zu sehen. Der Zugang ist also einfacher. Es gibt eine TV-Serie im Vorfeld. ProChrist ist viel mehr medial zu erleben. Neu ist auch, dass Elke Werner und ich die Abende gemeinsam präsentieren. Wir moderieren, begrüßen Gäste und predigen. Damit ist ProChrist dialogischer geworden und nicht mehr nur auf einen Prediger fokussiert. Trotzdem bleibt ProChrist, was es ist. Wir verkündigen das Evangelium, laden zum Glauben an Jesus Christus ein und geben den Menschen Möglichkeiten, zu antworten. Am Ende der Veranstaltung laden wir die Besucher ein, zum Kreuz zu kommen und dort ein Bändchen zu befestigen als Zeichen dafür, dass sie ein Gebet mitgesprochen haben. Sie bringen also das, was ihr Herz bewegt, zum Ausdruck. Sie können sich auch segnen oder für sich beten lassen. ProChrist steht für die Einladung zum Glauben, für wesentliche Fragen und für Antworten.

ProChrist wird nicht nur auf Englisch übertragen, sondern auch auf Farsi und Arabisch. Ist das eine Reaktion auf die Flüchtlingsbewegung?

Klar, wir wollen Menschen erreichen und dazu braucht es möglichst viele Sprachen. Es gibt heute bei uns einen größeren Teil der Bevölkerung, der diese Sprachen spricht. Und gerade diese Menschen sind religiös und an Glaubensfragen interessiert. Das habe ich schon oft erlebt, auch bei ProChrist vor Ort. Wenn wir so zum Glauben einladen – und zwar nicht von oben herab, sondern werbend, gemeinsam fragend und herzlich einladend –, dann sind Menschen ansprechbar. Diese Gespräche und Begegnungen öffnen einen großen Raum für Gemeinden, aber auch für einzelne, die Beziehungen zu Geflüchteten in der Nachbarschaft aufzubauen und zu verbessern. ProChrist ist eine große Chance für jede Gemeinde.

Herr Kern, vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Anna Lutz

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