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Islamkonferenz würdigt muslimische Erfolgsgeschichten

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat am Dienstag die Gewinner des Jugendwettbewerbs "Erfolgsgeschichten" der Deutschen Islamkonferenz (DIK) ausgezeichnet. Sie hatten erfolgreiche, in Deutschland lebende Muslime porträtiert. Ihre Geschichten sollen dazu beitragen, das Ansehen von Muslimen zu verbessern.

Von PRO

Foto: DIK

Bei dem Wettbewerb konnten sich muslimische wie nicht-muslimische Jugendliche zwischen 14 und 26 Jahren mit Reportagen in Text-, Foto- oder Videoformat bewerben. Viel zu oft werde pauschal über den Islam debattiert, begründete das Innenministerium das Projekt. Ziel des Wettbewerbs sei es, muslimischen Vorbildern mehr Gehör und Beachtung in der Öffentlichkeit zu schenken. Das haben nach Meinung einer Jury aus Journalisten und aktiven oder beratenden DIK-Teilnehmern unter anderem Nico Gunzenhauser, Abdulkadir Korkmaz und Jan-Eric Dürr getan. Gemeinsam haben sie einen Videobeitrag über den türkischstämmigen Kickbox-Weltmeister Gökhan Arslan gedreht. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Marc Buddemeyer für seinen Film über den jungen Moslem Cihan Sügüler. Buddemeyer hat für den Film Freunde und Familienangehörige Sügülers interviewt und herausgefunden: Vor allem die Liebe seines Umfelds hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist.

Zu den Siegertexten in der Kategorie "Student" gehört Marleen Buschhaus’ Porträt ihrer Freundin Yasemin. Darin beschreibt sie, wie sie sich durch das Mädchen dem Islam annähert: "Ich stellte fest, dass Mann und Frau laut Koran tatsächlich gleichberechtigt sind; dass der Mann seine Frau gut behandeln muss; dass Christen und Juden von gläubigen Muslimen geschätzt werden; Kriege im Koran verpönt sind; jede Braut zur Heirat einwilligen muss, Morden die schlimmste Sünde überhaupt ist und wie viele Gemeinsamkeiten der Islam mit dem Christentum hat." 
Bei den von Schülern gefertigten Porträts wurde Gürkan Midik ausgezeichnet. Er beschreibt sein eigenes Leben, seine Probleme in der Schule, den Tod des Vaters. Er schreibt: "Mit dem Tod meines Vaters verlor ich jedoch nicht den Glauben an Gott, wie es manch andere Leute vielleicht tun würden. Im Gegenteil, mein Glaube verstärkte sich noch und half mir in meinem weiteren Leben. Seitdem bete ich wie im Koran geschrieben fünfmal am Tag. Ich kann mir ein Leben ohne meine Religion gar nicht vorstellen, denn ich wüsste nicht, woran ich mich halten könnte und würde nur in Trauer und Depressionen versinken. Unsere Religion weckte Hoffnung in mir." Derzeit macht er Abitur und will anschließend Maschinen- oder Elektrotechnik studieren. Auch Abdullah Özmen wurde für ein Selbstporträt gewürdigt. Er wurde in der Türkei geboren und macht heute eine Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten. Jeder der Preisträger erhält 1.000 Euro und das Angebot auf einen Praktikumsplatz im Bereich des Journalismus. (pro)

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