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Islamisten bedrohen Journalisten

Syrien und Somalia gehören zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten weltweit. Reporter und Blogger müssen vor allem radikale Islamisten fürchten.
Von PRO
71 Journalisten und 39 Blogger wurden 2013 bei ihrer Arbeit getötet

Foto: fotos4people/Fotolia

71 Journalisten und 39 Blogger wurden 2013 bei ihrer Arbeit getötet
Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen sind im vergangenen Jahr 71 Journalisten und 39 Blogger bei ihrer Arbeit getötet worden. Das sind etwas weniger als 2012. Allerdings hat sich die Zahl der Entführungen auf 87 verdoppelt. Über 800 Presseleute wurden festgenommen, über 2.000 bedroht oder angegriffen. Die gefährlichsten Länder für Journalisten sind derzeit demnach Syrien, Somalia, Pakistan, Indien und die Philippinen. Fast alle getöteten Blogger kommen aus Syrien. Bürgerjournalisten wie sie kämpfen laut Reporter ohne Grenzen dort gegen Nachrichtensperren und Zensur. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad gehe „mit unverminderter Gewalt“ gegen die Zivilbevölkerung und Medienschaffende vor. Letztere gerieten zudem immer öfter ins Visier bewaffneter, mit Al-Kaida verbündeter Islamistengruppen, die keine unabhängige Berichterstattung duldeten.

„Klima der Angst“ in Somalia

Auch in Somalia würden Medienschaffende vor allem durch Islamisten bedrängt: Die Al-Schabab-Miliz habe 2013 sieben Journalisten getötet. Es herrsche ein „Klima der Angst“, auch, weil die Behörden nichts unternähmen, um Reporter zu schützen. Unter behördlicher Zensur litten Pressemitarbeiter in Indien, aber auch Mafiagruppen, Demonstranten und Anhänger politischer Parteien stellten eine Bedrohung für sie dar. Mordanschläge auf offener Straße müssten Journalisten auf den Philippinen fürchten. Immer öfter versuchten Bewaffnete von Motorrädern aus Journalisten auf offener Straße zu erschießen. „Privatmilizen, Schlägertrupps von Politikern und Auftragsmörder, die sich für ein paar Tausend Dollar anheuern lassen, bedrohen und töten Journalisten, ohne Strafen fürchten zu müssen“, teilt Reporter ohne Grenzen mit. In weniger als zehn Prozent der Morde an Journalisten seit Mitte der 1980er Jahre seien die Täter verurteilt worden. Pakistan sei von 2009 bis 2011 wegen zahlreicher Bombenanschläge das gefährlichste Land für Journalisten gewesen. Zwischen 2010 und 2012 sei dort fast jeden Monat ein Berichterstatter gestorben. 2013 waren es insgesamt sieben. Im Gefängnis sitzen Journalisten am häufigsten in China, Eritrea, der Türkei, dem Iran und Syrien. Reporter ohne Grenzen zählt in ihrer jährlich erscheinenden Statistik nach eigenen Angaben lediglich Journalisten, Blogger und Medienmitarbeiter, die in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Arbeit getötet, angegriffen oder verfolgt werden. Fälle, in denen Journalisten aus anderen Gründen, etwa wegen ihres politischen oder sozialen Engagements, verfolgt würden sowie Fälle, die wegen fehlender Informationen noch nicht eindeutig geklärt werden konnten, flössen nicht in die Statistik ein. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/die-islamisten-wollen-emkeine-pressevielfaltem/
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