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“Islam ist nicht auf Gewaltfreiheit ausgerichtet”

Der Koran empfiehlt den Einsatz gewalttätiger Mittel. Davon ist Islamwissenschaftler Tilman Nagel überzeugt. Im Interview mit der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" erklärt er außerdem, warum er eine Ächtung von Islamophobie als falsch ansieht.

Von PRO

Foto: Historisches Kolleg

"Auf Gewaltfreiheit ist der Islam nicht ausgerichtet, der Koran empfiehlt den Einsatz von gewalttätigen Mitteln in bestimmten Situationen", erklärt Tilman Nagel gegenüber "Die Presse". "Die Standardabschwächung dieses Vorwurfs ist heute, dass der Islam immer nur Verteidigungskriege geführt habe, auch bei der Ausdehnung bis nach Andalusien, weil die Aufforderung, das Christentum anzunehmen, einen Affront gegen Allah darstelle. Als außerhalb des Islams Stehender kann man das natürlich nicht annehmen", so der Göttinger Professor weiter.

"Keine Toleranz"

Zudem sagt er im Interview, dass Toleranz im Islam keine Basis habe: "Was immer heute als Toleranz angeführt wird, etwa, dass man die Andersgläubigen, sofern sie sich zu einer Buchreligion bekennen, leben lässt, ist keine Toleranz. Denn diese der islamischen Herrschaft Unterstehenden sind in vielerlei Hinsicht gegenüber den Muslimen von minderem Recht. Sie haben zum Beispiel kein Recht, eine Waffe zu tragen – im Dialog mit den Andersgläubigen wird dann gesagt, sie brauchen keinen Kriegsdienst zu leisten."

Dass etwa der europäische Menschenrechtsbeirat Islamophobie, also die Angst vor dem Islam, als verwerflich brandmarke, findet Nagel falsch. "Die Menschenrechte beziehen sich auf den Menschen, nicht auf das, was er glaubt. Islamophobie muss erlaubt sein, man kann nicht eine Meinung oder Glaubenshaltung unter Schutz stellen. Das ist eine bedenkliche Umdefinierung der Menschenrechte", meint er.

Auf die Frage, ob der Islam in eine säkulare Gesellschaft integriert werden könne, antwortet er: "Ich glaube, eine säkulare Gesellschaft hat als wesentliches Element die Historisierung der Religionen. Es kann keine Säkularität geben in einer Gesellschaft, in der ein Teil sagt, wir beharren darauf, dass unsere universale Wahrheit überall gelten muss. Das ist ein Widerspruch in sich."

Tlman Nagel ist emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität in Göttingen und zählt zu den bedeutensten deutschsprachigen Kennern des Islam. 2008 erschien seine Mohammed-Biografie "Mohammed. Leben und Legende". Er gilt als islamkritisch. (pro)

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