Um dem Krieg zu entfliehen, ist der katholische Erzbischof von Teheran nach Rom ausgereist. Wie verschiedene Medien berichten, ist Kardinal Dominique Mathieu mit dem Personal der italienischen Botschaft ausgeflogen worden. Der einzige Priester seiner Ortskirche im Iran ist für etwa 1.300 Katholiken vor Ort zuständig. Seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe war der Kontakt zu ihm abgerissen.
Mathieu gehört dem franziskanischen Minoritenorden an. Papst Franziskus ernannte ihn 2021 zum Leiter des Erzbistums Teheran-Isfahan und machte ihn 2024 zum Kardinal.
Tödlich verliefen der Krieg für den libanesischen Priester Pierre Raï. Er soll bei einem israelischen Angriff auf das christliche Dorf Kalajaa im Süden des Landes getötet worden sein. Die israelische Armee begründete ihr Vorgehen damit, eine Hisbollah-Terrorzelle im Südlibanon entdeckt und angegriffen zu haben.
„Zentrale Stütze der Christen in der Region“
Radio Vatikan zitiert den Geistlichen Pater Toufic. Demzufolge soll der Priester nach dem Beschuss eines Hauses zu Hilfe geeilt sein, als ein zweiter Luftschlag erfolgte. Dabei wurde der 50-jährige Priester so schwer verletzt, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Laut Radio Vatikan galt der Theologe als „zentrale Stütze der Christen in der Region des multikonfessionellen Staats“.
Papst Leo war im Dezember zu seiner ersten Auslandsreise im Libanon, wo er zum Frieden aufrief. Angesichts der aktuellen Ereignisse drückte er sein tiefes Mitgefühl für die Opfer und die vielen unschuldig Getöteten aus. Er bete dafür, dass die Feindseligkeiten so bald wie möglich ein Ende finden.