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Iran: Über Hinrichtung wird neu verhandelt

Das Todesurteil gegen den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani ist vorerst aufgehoben. Der Fall sei an eine andere Instanz verwiesen worden, erklärte der Vorstandssprecher der "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" (IGFM), Martin Lessenthin, am Donnerstag gegenüber pro. Der Iran habe damit auf den zunehmenden internationalen Druck im Fall des Konvertiten reagiert.

Von PRO

Foto: IGFM

"Die unmittelbare Todesgefahr ist gebannt", sagte Lessenthin auf Anfrage von pro. Youcef Nadarkhani war vom Obersten Gerichtshof im Iran wegen Apostasie, also dem Abfall vom islamischen Glauben, und der Verbreitung nichtislamischer Lehren zum Tode verurteilt worden. Der Fall sorgt international für Aufsehen, zuletzt hatten sich sogar die deutsche Bundesregierung und der Europäische Rat für den Konvertiten stark gemacht.

Die IGFM hält ein erneutes Todesurteil gegen den Pastor für nicht ausgeschlossen. Derzeit sei schwer absehbar, wann der Fall weiter verhandelt werde und wie er ausgehe, sagte Lessenthin. Die Proteste hätten dem Iran aber nicht zuletzt gezeigt, "dass Deutschland wach geworden ist", erklärte er. Der islamische Staat spüre nun, dass die Missachtung der Menschenrechte für ihn auch wirtschaftliche Folgen haben könnte. Daher wolle die IGFM ihre Kampagne zur Rettung von Nadarkhani fortsetzen. Bisher konnte die Organisation 11.000 Unterschriften sammeln und prominente Unterstützer wie den CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe gewinnen. (pro)

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