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Interreligiös durch das Jahr

Die Vielfalt des Landes auf 365 Tagen: Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in Nordrhein-Westfalen hat einen interreligiösen Kalender für das Jahr 2012 vorgestellt. In einer Übersicht sind die wichtigsten Festtage für Gläubige festgehalten.
Von PRO

Foto: Ralph Sondermann / Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalen

Christen, Juden, Muslime und Aleviten können nun alle den gleichen Kalender verwenden. "Die große Vielfalt unseres Landes spiegelt sich auch in den verschiedenen religiösen Festtagen der Menschen wider, die in Nordrhein-Westfalen leben", sagte Staatssekretärin Zülfiye Kaykin (SPD). Diese hatte den Wandkalender in der vergangenen Woche der Öffentlichkeit vorgestellt.

Epiphanias, Tu Bischwat oder der Todestag des Heiligen Hüseyin – die Jahresübersicht zeigt nicht nur die wichtigsten Fest- und Feiertage der einzelnen Religionen auf, sondern bietet ferner Erklärungen zu den Ereignissen, heißt es in einer Pressemitteilung des zuständigen Ministeriums. Christen können sich nun unter anderem über die Feierlichkeiten der Aleviten informieren, Juden über die Feste der Muslime. Gerade für Zuwanderer sei der Jahresplan sehr nützlich. "Der Kalender kann zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. Ich sehe darin einen Beitrag zum interkulturellen Dialog und zu mehr Weltoffenheit", so Kaykin.

Um die Feiertage der jeweiligen Religion zuordnen zu können, hat das Ministerium jede Glaubensrichtung mit einer Farbe gekennzeichnet. Ferner unterscheidet der Kalender katholische und evangelische Festtage. Der großformatige Wandkalender kann auf der Webseite des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales kostenlos bestellt werden. Entworfen wurde die interreligiöse Jahresübersicht von der Christlich-Islamischen Gesellschaft, die sich nach eigenen Angaben für "die Verständigung und den Dialog zwischen Christen und Muslimen einsetzen" will.

Kaykin ist seit 2010 Staatssekretärin im Integrationsministerium von Nordrhein-Westfalen. Zuvor war sie mehrere Jahre Geschäftsführerin der Begegnungsstätte des türkisch-islamischen Verbandes DITIB in Duisburg Marxloh. Im Jahr 2011 geriet die Politikerin wegen vermeintlicher Unterstützung türkischer Rechtsextremisten in die Kritik muslimischer Migrantenverbänden. Kaykin wies die Vorwürfe jedoch zurück. (pro)

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