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Instagram: Gegen Zeitverschwendung

Endloses Scrollen aus Angst, etwas zu verpassen – dem könnte eine neue Instagram-Funktion bald ein Ende setzen. Die soziale Plattform testet ein Feature, das Nutzer darauf hinweisen soll, wenn sie alle neuen Bilder gesehen haben.
Von PRO
Instagram testet eine neue Funktion, die Nutzer vor sich selbst schützen soll

Foto: leungchopan, fotolia

Instagram testet eine neue Funktion, die Nutzer vor sich selbst schützen soll

„Du bist auf dem neuesten Stand.“ Dieser Hinweis erscheint zukünftig bei Instagram, wenn Nutzer alle neuen Bilder gesehen haben, die ihre Abonnements in den letzten 48 Stunden gepostet haben. Die Änderung soll Nutzer davor schützen, aus Angst, etwas zu verpassen, übermäßig viel Zeit in der App zu verbringen. Momentan befindet sich die Funktion noch in der Testphase, berichtete das Technologie-Nachrichtenportal TechCrunch am Dienstag.

In der vergangenen Woche hatte TechCrunch bereits ein bislang noch nicht aktiviertes Instagram-Feature entdeckt, über das Nutzer in Zukunft die Zeit einsehen können, die sie in der App verbringen. Daraufhin erklärte Instagram-CEO Kevin Systrom auf Twitter: „Es stimmt. Wir entwickeln Werkzeuge, die der Community helfen, mehr über die Zeit, die sie auf Instagram verbringen, zu wissen“. Zeit solle positiv und bewusst genutzt werden. Es sei wichtig zu verstehen, welchen Einfluss die im Netz verbrachte Zeit auf Menschen habe und die Verantwortung aller Unternehmen, ehrlich damit umzugehen. „Ich nehme diese Verantwortung ernst.“

Instagram reagiert damit auf die Diskussion um die Suchtgefahr von Sozialen Medien. Eine amerikanische Kritiker-Bewegung mit dem Motto „Time well spent“ wirft diesen vor, ihre Nutzer ganz bewusst in die Abhängigkeit zu führen. „Statt dagegen zu protestieren, wollen die Tech-Unternehmen die Diskussion für sich nutzen“, schrieb die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag, und weiter: Auch Riesen wie Google und Facebook schienen mehr und mehr den Verbraucherschutz in den Blick zu nehmen. Wie ernst es ihnen damit sei, bleibe aber fraglich.

Von: Deborah Müller

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