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„In der 0. Stunde wird Jesus zur Randerscheinung“

In manchen Berliner Schulen beginnt das freiwillige Fach Religion schon vor der ersten Stunde, also um 7.30 Uhr. Ein Reporter der Zeitung B.Z. kritisierte das in einem Kommentar.
Von Nicolai Franz
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Religionsunterricht vor der ersten Stunde – in Berlin gibt es das offenbar nicht selten

Foto: NeONBRAND, Unsplash

Religionsunterricht vor der ersten Stunde – in Berlin gibt es das offenbar nicht selten

„Bei diesem Unterricht hilft Beten nicht“, titelte die Zeitung B.Z. – und kritisierte damit den Umstand, dass in einigen Berliner Schulen der Reli-Unterricht bereits in der „0. Stunde“, also schon um 7.30 Uhr, beginnt.

Der B.Z.-Chefreporter Oliver Ohmann berichtete über eine Grundschulklasse, die zum Schulbeginn ihren Stundenplan erhielt. Darin war angegeben, dass der Religionsunterricht bereits vor dem Beginn der ersten Stunde erteilt werden solle. Die Folge sei gewesen, dass nur noch 19 von 26 Kindern den freiwilligen Religionsunterricht besuchten – mutmaßlich, weil die Schüler oder deren Eltern nicht so früh aufstehen wollten. Dieses Problem sei bei weiterführenden Schulen sogar noch weiter verbreitet, so Ohmann.

Verärgert zeigte sich der Journalist einerseits über die Eltern, denen längeres Schlafen offenbar wichtig sei, als dass ihre Kinder für den christlichen Glauben begeistert würden. Zudem kritisierte er die Unterrichtsplanung: „Denn in der 0. Stunde wird Jesus zur Randerscheinung“.

Von: Nicolai Franz

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