Immer mehr US-Kirchen nutzen soziale Netzwerke

Die Zahl der Pastoren und Gemeinden in den USA, die soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen, ist im letzten Jahr deutlich angestiegen. Das ergab eine Studie der Barna-Group.
Von PRO

Foto: Steve Gasser (CC BY 2.0)

Demnach nutzen 23 Prozent aller Pastoren in den USA den Kurznachrichtendienst Twitter. 2011 waren es noch 13 Prozent. Deutlich höher liegen die Werte des sozialen Netzwerks Facebook: 66 Prozent der Pastoren haben derzeit einen Account gegenüber 59 Prozent 2011.

Jüngere Pastoren nutzen die digitalen Dienste dabei häufiger als ältere, heißt es in der Studie. 39 Prozent aller Pastoren zwischen 29 und 47 Jahren nutzen Twitter, bei den über 66-Jährigen sind es nur sechs Prozent. Bei Facebook zeigt sich die ältere Generation aktiver als bei Twitter, 37 Prozent über 65 haben hier ein Konto.

„Während viele Kirchen die Möglichkeiten sozialer Medien seit einiger Zeit nutzen, gibt es einige, die dies noch nicht tun“, sagte David Kinnaman, Präsident der Forschungsgruppe Barna. Viele Leiter und Kirchen seien sich des Potenzials der digitalen Netzwerke noch nicht bewusst. Twitter beispielsweise würde meist nur genutzt, um Veranstaltungen anzukündigen, nicht zur Kommunikation. 94 Prozent aller Pastoren hätten ihrer Gemeinde noch nie die Möglichkeit gegeben, während eines Gottesdienstes per SMS, Twitter oder E-Mail eine Frage zu stellen. Diese Prozentzahl sei seit 2011 unverändert geblieben.

Große wie kleine Kirchen sind auf Facebook

Nicht nur Pastoren, sondern auch Kirchen sind auf Facebook (70 Prozent) und Twitter (21 Prozent) vertreten. Kinnaman sieht bei Gemeindeleitern zwei sehr unterschiedliche Probleme im Bezug auf die Social-Media-Strategie ihrer Kirche: „Die einen glauben, dass das, was im Cyberspace passiert, nicht zur ‚echten‘ Missionsarbeit zählt.“ Die anderen würden genau dem anderen Extrem verfallen und ihre digitale Arbeit zur Priorität machen, sodass sie ihren Erfolg an der Anzahl ihrer Follower im Internet messen. In den kommenden Monaten und Jahren sei es wichtig, zwischen diesen Extremen eine Balance zu finden.

An der Studie über zwei Jahre nahmen 1.263 amerikanische Pastoren teil. Die Barna-Group ist ein Meinungsforschungsinstitut, das sich nach eigenen Angaben hauptsächlich mit den Bereichen geistliches Wachstum, Leiterschaft und Mission befasst. (pro)

Der Christliche Medienverbund KEP will Gemeinden dabei helfen, Soziale Netzwerke richtig zu nutzen. Mehr dazu erfahren Sie unter pro-magazin.net

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