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Im Krieg zu Gott gefunden

Kurt K. Keller glaubte an Hitler. Für ihn kämpfte er im Zweiten Weltkrieg gegen die Alliierten. Als er am D-Day, der sich am Freitag zum 70. Mal jährt, einen amerikanischen Soldaten erschießt, beginnt er, an Gott zu glauben.
Von PRO
Als die Alliierten 1944 in Nordfrankreich landeten, starben rund 20.000 Soldaten. Kurt K. Keller fand dabei zu Gott

Foto: Wikipedia/Imperial War Museums

Als die Alliierten 1944 in Nordfrankreich landeten, starben rund 20.000 Soldaten. Kurt K. Keller fand dabei zu Gott
Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten von Großbritannien aus in der Normandie. Die deutsche Wehrmacht kontrollierte die nordfranzösische Küste. Rund 20.000 Soldaten starben an diesem Tag. Einen von ihnen hat Kurt K. Keller erschossen. Ein Reporter des Magazins Focus reiste mit dem heute 88-jährigen Saarländer an den Strandabschnitt, an dem Keller damals kämpfte. Der Soldat, den Keller an jenem Tag tötete, hat sein Leben verändert. Der Amerikaner hatte fast den ganzen Strandabschnitt überqueren können. Kurz bevor er eine Anhöhe erreichte, schoss Keller ihm in die Brust. „Da sinkt dieser amerikanische Soldat auf die Knie“, erzählt Keller dem Focus. Er habe seine Waffe in den Sand gelegt, den Helm abgenommen und die Hände gefaltet. Bevor er leblos in sich zusammensackte, habe der Amerikaner seinen Kopf zurückgeworfen und zum Himmel geschaut.

Gebet als Wendepunkt

„Als ich sah, wie dieser Mann dort ein letztes Mal zum Himmel betet, war das für mich ein Wendepunkt in meinem Leben“, sagt Keller. „Ich fragte mich: Wie kann man so fromm sein, dass man in den letzten Sekunden seines Lebens betet?“ Bis dahin habe Keller an Hitler geglaubt. Aber das Gebet des sterbenden Soldaten habe ihn bewogen, sich stattdessen Gott zuzuwenden. Er entschied, nicht mehr für den Diktator andere Menschen zu töten. Sollte er die Schlacht überleben, würde er desertieren. Wenige Monate später floh er beim Rückzug. Mit dem Reporter besucht Keller die Kathedrale von Bayeux. Der Pfarrer lädt ihn zum Gedenkgottesdienst am 70. Jahrestages des sogenannten D-Days ein. „Ich hätte den Pfarrer gern um Verzeihung gebeten“, sagt Keller dem Journalisten nach dieser Begegnung. Vielleicht werde Gott ihm verzeihen, was er getan habe. (pro)
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