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Hybels: „Leiterschaft ist entwicklungsorientiert“

Leiter dürften über ihre Visionen ihre Mitarbeiter nicht aus den Augen verlieren. Dazu rief der Pastor der Willow Creek Community Church in Chicago, Bill Hybels, zum Abschluss des Willow Creek Leiungskongresses in Hannover auf. Gute Leiter investierten in ihre Mitarbeiter.
Von PRO
Bill Hybels forderte Leiter beim Willow Creek Leitungskongress dazu auf, mehr Augenmerk auf ihre Mitarbeiter zu legen

Foto: Thorsten Indra/Willow Creek

Bill Hybels forderte Leiter beim Willow Creek Leitungskongress dazu auf, mehr Augenmerk auf ihre Mitarbeiter zu legen
„Leiter sind Visionäre. Gott hilft uns dabei, dass wir die Zukunft sehen, bevor andere sie sehen“, sagte Bill Hybels in seinem Abschlussvortrag zum Thema Leitungsprinzipien. Die Gefahr großer Visionen sei jedoch, sie über alles andere zu stellen, zum Beispiel über das Wohlergehen des Teams. „Wir richten unser Augenmerk gar nicht mehr darauf, wie es unserem Team geht, sondern nur noch darauf, die Vision zu verwirklichen“, sagte Hybels. Dabei sei dem Team die Vision oft gar nicht so wichtig wie dem Leiter und beide entfernten sich Stück für Stück voneinander. Um dem entgegen zu wirken, dürfe ein Leiter nicht abhängig von seiner Vision werden. Die Mitarbeiter dürften sich nicht wie „Knechte“ oder „austauschbar“ fühlen. Gute Leiter kümmerten sich nicht nur um den Fortschritt, sondern auch intensiv um ihre Mitarbeiter. Hybels empfahl, den Mitarbeitern regelmäßig Feedback zu deren Arbeit zu geben. „Jeder Mitarbeiter will wissen, wo er steht. Leiter schulden diese Information“, sagte er.

Regelmäßig Fortbildungen besuchen

Für ein gutes Arbeitsklima sei es außerdem wichtig, Konflikte zu lösen, sobald sie aufträten, und den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben. Deshalb solle ein Leiter mögliche Nachwuchsleiter mit herausfordernden Aufgaben betrauen und ihnen direkte Rückmeldungen zu den erledigten Arbeiten geben. Dabei dürfe der Mitarbeiter auch Fehler machen und auch mal versagen. Hybels empfahl außerdem, Mitarbeiter für zukünftige Leitungsaufgaben zu coachen und auf Seminare und Lehrgänge zur Weiterbildung zu schicken. „Großartige Leiterschaft ist entwicklungsorientiert.“ Auch der Leiter selbst müsse sich regelmäßig fortbilden. „Menschen mögen es, sich einer Organisation anzuschließen, die große Visionen vertritt. Aber wenn der Leiter schlecht ist, verlassen sie die Organisation trotzdem wieder“, sagte Hybels. Der Willow Creek Leitungskongress ging am Samstag mit mehr als 10.000 Besuchern zu Ende. Darunter waren mehr als 1.000 Besucher des Willow Creek Kinderplus-Kongresses, der sich dem Leitungskongress anschloss und bis zum Sonntag dauerte. Der Erste Vorsitzende von Willow Creek Deutschland, Ulrich Eggers, sagte zum Abschluss des Leitungskongresses: „Es ist bemerkenswert und wirklich mutmachend, dass sich rund 10.000 Menschen so viel Zeit genommen haben, um in die Zukunft von Kirche und Gemeinde zu investieren.“ Es stimme, „wenn Willow-Creek-Begründer Billy Hybels sagt: ,Jeder gewinnt, wenn ein Leiter besser wird’“. Dies könne man in der Arbeit vor Ort in zahlreichen Kirchengemeinden beobachten. (pro)
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