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Huber: FIFA repräsentiert Fußball katastrophal

Die Würfel sind gefallen. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar findet in der Adventszeit 2022 statt. Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber bezeichnet die Entscheidung in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt als falsch und fordert eine Revision.
Von PRO
Hart ins Gericht geht der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber mit dem Weltfußballverband FIFA

Foto: pro

Hart ins Gericht geht der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber mit dem Weltfußballverband FIFA
Der 72-jährige Theologe Wolfgang Huber fordert, dass die Vergabe der WM nach Katar revidiert werden soll. Schon die Vergabe an das Land sei äußerst fraglich und auf korruptem Wege zustande gekommen. Trotzdem erhalte die FIFA die Entscheidung aufrecht und vollziehe lediglich „absurde Korrekturen“.

Alternativer Fußballverband?

Die FIFA als Repräsentant des weltweiten Fußballs sei eine Katastrophe, sagt Huber. Wenn hier keine Reformen möglich sein sollten, müsse ein neuer internationaler Verband gegründet werden. „Entweder gibt es eine Reformfähigkeit der FIFA – dann muss sie jetzt unter Beweis gestellt werden. Oder es gibt sie nicht – dann kann man sich nicht weiter an diesen Verband binden.“ Eine Wiederwahl des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter in diesem Jahr kritisiert Huber ebenfalls. Um diese nachzuvollziehen, bedürfe es einer Charakterstudie der FIFA und darüber, was in diesem Verband alles falsch laufe. Der kommende Bundesligaspieltag steht unter dem Thema Integration. Aus Sicht von Huber werde auch in den Bundesligamannschaften Integration gelebt. Dort träfen unterschiedliche Nationalitäten und Kulturen aufeinander und bringe die Menschen zusammen. Der Deutsche Fußballbund als größter Sportverband der Welt müsse mit dazu beitragen, diese Integration zu stärken: „Die Kraft dazu hätte er. Es ist eine Frage der Bereitschaft.“

Nicht um jeden Preis dem Geld folgen

Der Fußball bringe Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Bildungsschichten und Ländern zusammen. Die Integration gelinge unterschiedlich. Der Fußball könne die Probleme nicht alleine lösen, aber es sei ein Ansatzpunkt. „Familie, Schule, Nachbarschaft, Kirche – das sind weitere wichtige Institutionen beim Aufbau einer toleranten Gesellschaft“, ergänzt Huber. Der 72-Jährige mahnt die Nachhaltigkeit solcher Aktionen an. Die Aktion am Wochenende dürfe keine Eintagsfliege sein. Die Vorbildfunktion der Bundesligaspieler sieht Huber trotz riesiger Gehälter dennoch gewahrt. Durch ihren Umgang miteinander auf dem Feld könnten sie weiter als Vorbilder dienen. Signale erhofft er sich von den Funktionären, so dass der Fußball nicht um „jeden Preis dem Geld folgt, sondern dass es um den Sport und sportliche Werte geht. Es gibt viele Spieler, die für starke Werte stehen. Die Liga dürfe nicht allein auf Kommerz setzen und dem Geld nachjagen. Auch bei der Vergabe der Fernsehgelder müsse mit Augenmaß gearbeitet werden. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/reinhold-yabo-erst-jesus-dann-fussball-90975/
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