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Hoffnung statt Angst: Deutschland versammelt sich zum Live-Gebet

Mehrere Initiatoren, unter ihnen auch der Theologe Johannes Hartl, rufen die Menschen in Deutschland dazu auf, sich gleichzeitig zum Gebet zu versammeln. Die Aktion unter dem Titel „Deutschland betet gemeinsam“ soll am 8. April ab 17 Uhr stattfinden. Auch viele Politiker sind dabei.
Von PRO
Der Theologe und Leiter des Gebetshauses Augsburg ruft zu einer deutschlandweiten Gebetsaktion auf

Foto: pro/Norbert Schäfer

Der Theologe und Leiter des Gebetshauses Augsburg ruft zu einer deutschlandweiten Gebetsaktion auf

In einer Zeit wie dieser müsse „ein Ruck durch unser Land gehen“, schreiben die Initiatoren der Aktion „Deutschland betet gemeinsam“ rund um den katholischen Theologen Johannes Hartl auf ihrer Webseite. Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dazu aufgerufen habe, für Deutschland zu beten, solle dies nun konkret umgesetzt werden. Am Mittwoch, dem 8. April, sollten die Christen in Deutschland von 17 Uhr bis 18.30 Uhr gleichzeitig für ihr Land beten, für Kranke, Gesunde und alle, die in der aktuellen Krise wichtige Dienste leisteten. „Wir beten gemeinsam! Online! Aus unseren Häusern und Wohnungen! Verbundenheit statt Isolation – Hoffnung statt Angst. Unser Land braucht Gottes Hilfe und wir wollen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen“, heißt es in der Ankündigung.

Per Livestream wollen sich Leiter und Christen aus unterschiedlichen Konfessionen online zum Gebet versammeln. Der Livestream wird unter deutschlandbetetgemeinsam.de zu sehen sein. Außerdem überträgt BibelTV die Aktion. Auf der Webseite der Initiative werde zudem ein vorgefertigter Gebetstext zu finden sein für diejenigen, die nicht frei beten wollten. Mit der Aktion soll ein Zeichen gegen Antisemitismus und Hoffnungslosigkeit gesetzt werden. Neben Hartl riefen die Aktion zum Beispiel Tobias und Frauke Teichen vom ICF München ins Leben. Das Event hat viele Unterstützer, darunter viele Diözesen, die evangelische Landeskirche in Württemberg, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, das Gebetshaus Augsburg, verschiedene christliche Werke und Musiker. Auch Politiker wie Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (CDU), und der ehemalige Fraktionschef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, sind dabei.

Jetzt „erst recht“ online beten

Klöckner sagte nach Angaben von Bild.de in Zusammenhang mit der Aktion: „Dieses Ostern wird ein anderes sein. Das erste Mal in meinem Leben werde ich nicht an diesem kirchlichen Hochfest im Gottesdienst sein können.“ Ausfallen werde das christliche Fest jedoch nicht. „Jesu Auferstehung, Gottes Zusage an uns Menschen, bleibt bestehen.“ In Zeiten wie diesen müsse man eben andere Wege gehen, um Hoffnung und Gemeinschaft zu suchen – in diesem Fall digital. „Deutschland betet gemeinsam. Und hält zusammen. Und hofft und glaubt.“

FDP-Fraktionsgeschäftsführer Otto Fricke ist ebenfalls bei der Aktion dabei: „Gerade in Zeiten, in denen uns vor Augen geführt wird, wie zerbrechlich doch das Leben und das Miteinander ist, hilft denen, die glauben, das Gebet.“ Gelebter Glaube beinhalte immer auch die Gemeinschaft. Wenn das gerade nicht offline gehe, „sollten wir es erst recht online tun, denn in der Gemeinschaft zeigt sich die Stärke einer Gesellschaft“.

„Gott hört, was auf dem Herzen ist“

Marco Wanderwitz (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ist durch die Evangelische Allianz auf die Aktion aufmerksam geworden und „fand sie sofort gut“. „Viele Christen vertrauen in diesen schweren Tagen auch auf das Gebet. Umso mehr, wenn die Kirchen geschlossen sind und es nicht möglich ist, Gottesdienste zu feiern”, sagte er gegenüber Bild.de.

„Gebet hilft Menschen erwiesenermaßen, besser mit Krisen umzugehen. Und dass Gott Gebete erhört, glauben ziemlich viele Menschen“, sagte der Initiator Hartl im Interview mit Bild.de. Laut Google sei das Interesse am Thema Gebet in den vergangenen Wochen weltweit gestiegen. Zwar könne man einen Virus nicht so leicht durch Beten besiegen, aber: „Was auch immer auf dem eigenen Herzen ist, Gott hört. Und das Vaterunser ist sowieso immer eine gute Idee.“

Von: Swanhild Zacharias

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