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Hoffnung für eine ungerechte Welt

Die eigene Stimme erheben für diejenigen, die keine eigene Stimme haben oder sie nicht einsetzen können. Dafür wirbt die "Hoffnungsbringer"-Konferenz für Gerechtigkeit, die zurzeit in Bad Blankenburg stattfindet. In erster Linie möchten die Veranstalter aber Hoffnung bringen.
Von PRO

Foto: pro

"Wir sitzen hier im Warmen, haben gerade Abendbrot gegessen und sind gespannt darauf, was uns der Abend bringt", begrüßte die Initiatorin Susanne Chmell die Konferenzteilnehmer. "Doch es passieren genau in diesem Moment auf der ganzen Welt Ungerechtigkeit, Elend und Leid." Darum sei es wichtig, sich für eben jene "vergessenen Seelen" stark zu machen, denen in diesen Sekunden Leid zugefügt wird.

"Was kann ich schon tun?"

Wie sie ihre Möglichkeiten als Fotografin nutzt, um die Ungerechtigkeiten in der Welt zu bekämpfen, erklärte Susanne Childers. Mit ihren Fotografien wolle sie die Geschichten von Menschen erzählen und so Aufmerksamkeit auf diese lenken. "Mehr als eine Million Menschen wird die kommende Woche nicht erleben", erklärte sie. Alle Menschen, die Kleidung, ein Dach über dem Kopf, etwas Geld und regelmäßig etwas zu Essen haben, seien reicher als 75 Prozent aller Menschen. "Wir sind reich. Wir sind privilegiert und haben Möglichkeiten. Damit haben wir auch Verantwortung. Wir müssen aufstehen und etwas gegen die Ungerechtigkeit tun."

Obwohl viele Christen von Anschlägen bedroht seien, versammelten sie sich in Kirchen zum Gottesdienst – "in dem Wissen, dass es ihre letzte Stunde sein könnte". Nur 52 Prozent der Menschen seien frei in ihrem Glauben. 53 Prozent hätten täglich weniger als zwei US-Dollar zum Leben. Jeder Fünfte sei unterernährt.

"Mehr Gebete aus Bordellen als aus Kirchen"

Neben Susanne Childers referierte auch Gaby Wentland, die vor allem auf den  Menschenhandel und die Zwangsprostitution in Deutschland einging. "Es steigen mehr Gebete aus Bordellen zum Himmel hinauf, als aus Kirchen." Auch in ihrer Heimatstadt Hamburg müsse sie nicht lange nach Menschenhandel suchen. Wentland engagiert sich stark in der Arbeit mit Zwangsprostituierten in ihrem "Mission Freedom Home". Damit ermögliche sie vielen jungen Mädchen die Aussicht auf ein unabhängiges, normales und friedvolles Leben. Mit hoffnungsvollen und energiegeladenen Liedern erreichte die Band "Groundstaff" die Herzen der Besucher.

Die einzelnen Vorträge werden auf der Webseite der Organisation veröffentlicht und können unter www.avoiceforthevoiceless.de abgerufen werden.(pro)

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