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Heribert Prantl: „Ich wollte Missionar werden“

Der renommierte deutsche Journalist Heribert Prantl hat in einem Podcast offen über seinen Glauben gesprochen und dabei erzählt: Er wäre fast Missionar geworden. Das langjährige Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung wuchs katholisch auf und betont auch heute noch die Wichtigkeit der christlichen Botschaft.
Von Jörn Schumacher
Der renommierte Journalist Heribert Prantl sprach in einem Podcast über seinen Glauben und darüber, dass er fast Priester geworden wäre

Foto: pro/Nicolai Franz

Der renommierte Journalist Heribert Prantl sprach in einem Podcast über seinen Glauben und darüber, dass er fast Priester geworden wäre

In ihrem Podcast „Woran glaubst Du?“ sprechen der Journalist und frühere Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl und Kerstin Humberg, Gründerin des Start-Ups Yunel, mit prominenten Menschen über ihren Glauben. In der Ausgabe vom 15. Dezember sprechen die beiden über Weihnachten und darüber, was sie jeweils damit verbinden.

Man habe in seiner Familie damals die Weihnachtsgeschichte zu Weihnachten gelesen – „Lukas natürlich“, sagt Prantl. Die habe er schon früh als Kind komplett auswendig gekonnt. Es sei „eine Botschaft, die mich bis heute beschäftigt“. Als Journalist schreibe er „sehr gerne“ die Leitartikel zu den Festtagen; dann versuche er, „hochaktuelle politische Fragen wie Armut und Reichtum, die Spaltung der Gesellschaft“ zu behandeln. Die Botschaft „Fürchtet Euch nicht“ sei gerade in Corona-Zeiten besonders wichtig. Das fasziniere ihn gerade als Journalisten. „Das ist keine Frömmlerei, das sind machtvolle Botschaften.“ Prantl wurde katholisch erzogen und war Messdiener.

Auf die Frage Humbergs, ob er sich hätte vorstellen können, Priester zu werden, sagte Prantl, dass seine Eltern tatsächlich den Plan hatten, dass er Priester werden sollte. Er sei sogar bereits für kurze Zeit im bischöflichen Seminar gewesen. „Mich hat auch unglaublich ein Missionar beeindruckt, der am Sonntag des öfteren zu uns kam. Er war vom Orden der ‚Weißen Väter’, und wenn er von der Mission in Afrika erzählte, hat mich das wahnsinnig beeindruckt. Ich wollte Missionar werden.“ Der Berufsweg sei dann aber doch anders verlaufen.

Heribert Prantl studierte von 1974 bis 1979 Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und war danach als Richter an bayerischen Amts- und Landgerichten sowie als Staatsanwalt tätig. 1988 wurde er Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Ab 1992 war er stellvertretender Leiter des Ressorts Innenpolitik der Zeitung, ab 1995 Ressortleiter. Seit 2018 leitet er das Meinungsressort der Süddeutschen Zeitung. Seit seinem altersbedingten Ausscheiden aus diesen Ämtern zum 1. März 2019 ist er Kolumnist und Autor der SZ.

Im Podcast „Woran glaubst Du?“ spricht er mit Humberg im monatlichen Turnus mit Gästen über „ihre Zukunftsvorstellungen und Werte“. Die Reihe startete im Mai 2020 mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff.

Von: Jörn Schumacher

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