Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Die Bischöfe wählten den Hildesheimer Bischof in Würzburg zum Nachfolger von Georg Bätzing, der nach sechs Jahren nicht erneut kandidierte.
Bischof Heiner Wilmer

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Die Bischöfe wählten den 64-Jährigen am Dienstag in Würzburg auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung zum Nachfolger von Georg Bätzing (64). Der Limburger Bischof hatte im Januar erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.

Bätzing stand sechs Jahre an der Spitze der Bischofskonferenz. Sein Name bleibt eng mit den Reformbemühungen der vergangenen Jahre verbunden. Der Vorsitzende fungiert als Sprecher des Bischofskollegiums und vertritt die Positionen der Bischofskonferenz nach außen.

Heiner Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen im Emsland geboren. 1987 wurde er zum Priester geweiht. Nach Studien in Rom und Freiburg sowie Tätigkeiten als Lehrer und Schulleiter war er von 2007 bis 2015 Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester und bis 2018 Generaloberer seines Ordens in Rom. 2018 ernannte ihn Papst Franziskus zum Bischof von Hildesheim. Seit 2021 leitet er in der DBK die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.

Bekenntnis zur Synodalität

Gott im Zentrum, Friede für die Welt und Gerechtigkeit als Aufgabe – so formulierte Wilmer die Aufgabe der Kirche. Er sei dankbar für das Vertrauen seiner Amtskollegen, sagte Wilmer. Er dankte seinem Vorgänger. Bätzing habe die Bischofskonferenz in schwerer Zeit geleitet, sagte der Ordensgeistliche. Er bekannte sich auch zur Synodalität, dem Prinzip einer gemeinsamen Leitung der Kirche.

Die Generalsekretärin der DBK, Beate Gilles, wurde am Dienstag im Amt bestätigt. Der katholischen Kirche gehören in Deutschland etwa 19,8 Millionen Menschen an, das entspricht 23,7 Prozent der Bevölkerung.

Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, gratulierte Wilmer zur Wahl zum DBK-Vorsitzenden und wünschte ihm Gottes Segen, Weisheit und eine glückliche Hand. Sie würdigte seine Offenheit und internationale Erfahrung und zeigte sich zuversichtlich für die ökumenische Zusammenarbeit. Zugleich dankte sie seinem Vorgänger Georg Bätzing für die vertrauensvolle Kooperation und das gemeinsame Engagement beider Kirchen.

epd
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