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“Happy Birthday, Papst!”: Prominente gratulieren zum 85.

Die Gemeinsamkeiten von Franz Beckenbauer, der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sind eher überschaubar. Eines haben die drei aber gemeinsam: Sie sind Autoren des neuen Buches "Benedikt XVI. – Prominente über den Papst".
Von PRO

Foto: Media Maria

Anlass dafür ist der 85. Geburtstag, den Josef Ratzinger, wie das Oberhaupt der katholischen Kirche mit bürgerlichem Namen heißt, am 16. April feiert.  Herausgeber des im Media Maria Verlag erschienenen Buches ist sein Privatsekretär Georg Gänswein. Als einer der engsten Mitarbeiter des Papstes schätzt er dessen Demut und seinen angenehmen Führungsstil. Im Vorwort betont er, dass das Buch keine "in Auftrag gegebene Gefälligkeitsarbeit" ist. Das Spektrum der 20 Beiträge reicht von theologischen und politischen Abhandlungen bis hin zu sehr persönlichen Bekenntnissen und Zeugnissen. Die Autoren berichten von ihren Berührungspunkten, aber auch von ihren ganz persönlichen Begegnungen mit dem Pontifex.



Begegnung schafft Veränderung



Franz Beckenbauer beschreibt sein Treffen mit Benedikt XVI. als einen "der bewegendsten Momente" seines Lebens. Das Foto von sich und dem Papst habe er auf Reisen immer dabei und auch in die Kirche gehe er nach seiner Begegnung häufiger. Mit Peter Gauweiler und Wolfgang Schäuble kommen zwei prominente Protestanten zu Wort. Gauweiler outet sich als lutherischer Benedikt-Anhänger. Wolfgang Schäuble ist froh, dass der Papst die Diskussion über Gott wieder mehr in der öffentlichen Diskussion etabliert hat.

Die bayerische Politikerin Christine Haderthauer (CSU) schätzt an Ratzinger sein Vermögen zur Klärung des Unübersichtlichen, Umstrittenen im Glauben. Michaela von Heereman, Mitautorin des Jugendkatechismus "Youcat", versucht unterdessen das existierende Bild von Ratzinger zurecht zu rücken. Ratzinger habe die Bezeichnung "Panzerkardinal" zu Unrecht getragen. Vielmehr sei sein Wesen von Weite und Offenheit geprägt.


Der Unternehmer Claus Hipp ist davon angetan, wie bescheiden und mit welch einfachen Worten es dem Pontifex gelingt, den Menschen den Glauben näher zu bringen: "Es ist beeindruckend, wie Papst Benedikt XVI. gleichzeitig Wissenschaftler und Hirte sein kann, ohne das Verständnis für die einfachen Dinge des Lebens zu verlieren." Reinhard Kardinal Marx charakterisiert ihn nicht nur als Theologen, sondern auch als staunenden, heimatverbundenen, humorvollen und frommen Menschen. Der Politologe Werner Münch kommt nach der Analyse der Rede des Papstes im Bundestag zu dem Schluss, dass Benedikt XVI. und seine Botschaften ein Segen für die Kirche, die Welt und Deutschland seien.



Nachhilfe von höchster Stelle


Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber war als Student bereits beeindruckt von Ratzingers "Vorlesungen mit Tiefgang". Aus seiner Sicht sei es auch heute für Politiker nicht schlecht, "Nachhilfe" von höchster Stelle zu erhalten. Andere Autoren schätzen das klare und bewegende Glaubenszeugnis und die Demut des Papstes, der es geschafft hat, eine Faszination von Jesus Christus in jungen wie erwachsenen Menschen neu zu entfachen.


Die Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch hat den Papst zwar noch nicht selbst getroffen, träumt aber davon: "Für mich war es ein großes Ereignis, als er Papst wurde." Seither beschäftige sie sich bewusster mit ihrem Glauben. "Dass in der Vergangenheit auch kritische Stimmen zu Papst Benedikt XVI. laut wurden, schreckt mich nicht." Sie müsse nicht mit ihm in allen Dingen übereinstimmen. Den Wunsch, ihn irgendwann zu treffen, habe sie aber dennoch.



Anhand der zwanzig Beiträge erfährt der Leser viel über katholische Kirchengeschichte. Die theologische Beurteilung des Papstes ist oft etwas langatmig und eignet sich nicht unbedingt für die schnelle Lektüre. Das Buch ist dennoch gut lesbar, was auch an der Kürze der reich bebilderten Kapitel liegt. Die Kritik an der Rede des Papstes im Deutschen Bundestag am 22. September 2011 hatte den kleinen Verlag veranlasst, das Projekt umzusetzen. (pro)



Georg Gänswein (Hg.): "Benedikt XVI. – Prominente über den Papst", Media Maria, 2012, 192 Seiten, ISBN 978-3-9814444-6-9, 19,95 Euro.

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