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Halbiert: Fast jede zweite Weltbild-Filiale verkauft

Der Überlebenskampf des einstigen „katholischen Aldis“ dauert an. Der neue Gesellschafter des angeschlagenen Medienhändlers Weltbild hat sich nun von fast der Hälfte der Filialen getrennt.
Von PRO
Wie vielen Weltbild-Filialen dieses Schicksal droht, ist ungewiss. Im Zuge der Sanierung des insolventen Unternehmens trennt sich der Mutterkonzern nun von 70 Filialen

Foto: pro

Wie vielen Weltbild-Filialen dieses Schicksal droht, ist ungewiss. Im Zuge der Sanierung des insolventen Unternehmens trennt sich der Mutterkonzern nun von 70 Filialen
Laut Medienberichten verkaufte das Augsburger Unternehmen 70 seiner 145 Filialen an eine nicht genannte mittelständische Buchhandelskette. Die 400 betroffenen Mitarbeiter müssen sich allerdings keine Sorgen machen. Sie werden von dem Käufer übernommen, versicherte eine Weltbild-Sprecherin. Nach Gewerkschaftsangaben sind dennoch Hunderte Stellen bei Weltbild bedroht. Die Verlagsgruppe Weltbild gehörte einst zu 100 Prozent der Katholischen Kirche. Ihre Gesellschafter waren die 12 katholischen Diözesen in Deutschland, der Verband der Diözesen in Deutschland und die Soldatenseelsorge Berlin. Anfang 2014 hatte der Medienkonzern mit Hauptsitz in Augsburg Insolvenz anmelden müssen. „Die Bemühungen, den Verlag in ein digitales Unternehmen zu verwandeln, haben nicht zum Erfolg geführt“, teilte der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Peter Beer mit. Nach einem massiven Personalabbau hatte die Düsseldorfer Droege Group das angeschlagene Unternehmen im Sommer 2014 übernommen. Nach der Übernahme hätten sich die Erwartungen an die Entwicklung des Geschäfts an bestimmten Standorten hinsichtlich Umsatz und zu hoher Struktur- und Mietkosten aber nicht erfüllt. „Ein Teilverkauf insbesondere des defizitären Filialgeschäftes wäre eine wichtige Weichenstellung“, hatte einer der neuen Weltbild-Chefs, Patrick Hofmann, Ende Januar in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt. Das Unternehmen will weiter am Konzept „Weltbild 2.0“ festhalten. Der Umbau, vor allem der Ausbau des Onlinegeschäftes, soll laut Hofmann dazu führen, „dass Weltbild anschließend für die Zukunft gewappnet ist“. (pro)
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