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Hahne-Buch: Mit Werten in Führung gehen

In Zeiten, in denen Erfolg ausbleibt, sind echte Werte gefragt, die unser Leben trotzdem wertvoll machen. Diese These vertritt der Journalist und Fernsehmoderator Peter Hahne in seinem Buch „Niemals aufgeben! Mit Werten in Führung bleiben“. Eine Rezension von Johannes Weil
Von PRO
Was bei allen Schwierigkeiten die bleibenden Werte sind, hat Peter Hahne in seinem neuen Buch "Niemals aufgeben" hinterfragt

Foto: Media Kern-Verlag/peter-hahne.de

Was bei allen Schwierigkeiten die bleibenden Werte sind, hat Peter Hahne in seinem neuen Buch “Niemals aufgeben” hinterfragt

Peter Hahne verarbeitet in seinem Buch eine Fülle gesellschaftlicher Themen, die ihn beschäftigen und ihm relevant erscheinen. Er beschäftigt sich auch mit dem Leid der Welt und hinterfragt, wie der Glaube auch in schwierigen Situationen helfen kann.

Christen als Ratgeber gefragt

Mittlerweile seien Christen als Ratgeber in den Führungsetagen von Unternehmen gefragt. Die Bibel, „die Gott groß macht, ohne den Menschen klein zu machen“, sei ihr Ratgeber. Hahne ermutigt dazu, den eigenen Glauben laut zu bekennen und daraus keinen Hehl zu machen. Der christliche Glaube trete mit einem Absolutheitsanspruch auf, „der das Atemberaubendste und Exklusivste ist, was die Welt je gehört hat“: Die Auferstehung Jesu. Diese sei das am besten bezeugte Ereignis der Antike.
Der Glaube sei auch kein Fantasieprodukt oder ein bloßes Gefühl, sondern manifestiere sich in Jesus Christus als Person. Gott erweise sich in der Bibel bis ins Detail als zuverlässig. Ihm sei nicht klar, warum viele fundamentalistische Systeme die Bibel als unwissenschaftliche Märchen bezeichneten, gleichzeitig jedoch Angst vor ihr hätten, schreibt Hahne.

Zaghafte Erben Luthers

Hahne selbst sieht in der Gesellschaft einen Bildungs- und Glaubensnotstand. Europa müsse sich, wie von Papst Benedikt XVI. gefordert, wieder Gott öffnen, „sonst ist es verloren“. Luthers Erben, die heutigen Pfarrer, hält der Autor für zu zaghaft und die Landeskirchen für geistlich ausgezehrt. Zudem würden in Europa in atemberaubender Art und Weise die (über)lebenswichtigen Wurzeln gekappt. Bei den Themen Sterbehilfe, Abtreibung, Embryonenforschung und Gender bleibe kein Hauch vom Christentum, sondern nur noch kalter Materialismus übrig.
Im Dialog mit anderen Religion müssten Christen klare Standpunkte haben. Muslime erwarteten hier keine Beliebigkeit, sondern ein Bekenntnis. Christen müssten sich ihres eigenen Glaubens gewiss werden, um wahrhaft tolerant und nicht oberflächlich beliebig zu sein. Die Bibel liefere die Werte, mit denen man „in Führung“ bleiben kann. Die heutige Rechtskultur sei von der Bibel geprägt, Wissenschaft und Medizin von der Ethik: „Wir können uns mit Gott sehen lassen in den Auseinandersetzungen der Zeit“, findet Hahne.

Falsche Themensetzung?

Wichtig sei, dass Kritiker Christen begegneten, deren eigenes Glaubens- und Wertesystem schon einmal auf dem Prüfstand war. Die schärfsten Kritiker des Glaubens seien in Wahrheit die größten Suchenden. Äußerst irritiert ist Hahne über die Themensetzung innerhalb der Kirche. Es werde über die Besonderheit der Geschlechter auf akademischen Podien gesprochen, während christliche Glaubensgenossen in Syrien ausgerottet werden. Nicht nachvollziehen kann Hahne die geduckte Haltung mancher Christen. Christen dürften es nicht unterlassen, ihren Glauben weiterzugeben und das zu teilen, was sie empfangen haben. Als Menschen mit einem Ziel, zu dem sie den Weg wissen, könnten sie als Führungskraft auftreten.
Kritisch sei es, wenn die Meinung des Großteils der Gesellschaft zwangsläufig mit der Wahrheit gleichgesetzt werde. Mit möglichen Designer-Babys wollten viele Menschen Normen außer Kraft setzen, die Gott gegeben hat. Dabei habe dieser seine Lebensregeln in zehn knapp und leicht verständlichen Sätzen klar gemacht. Zudem blende der Glaube Scheitern und Niederlagen nie aus. Hahne wünscht sich, dass Christen keine „Solisten“ bleiben und ihre ungeklärten Fragen mit anderen Christen besprechen.
Hahne kommt zu dem Schluss, dass die Menschen „ohne Zielvereinbarung mit unserem Schöpfer auf dem Holzweg“ seien. Wer Gott kenne und mit ihm lebe, dürfe über den Tod hinaus leben. Das mache gelassener auch im Umgang mit Tod und Sterben. Peter Hahne hat dem Leser ein ganzes Hausaufgabenheft mit Themen mitgegeben, über die es sich weiter nachzudenken lohnt. Dadurch ist es sehr voll gepackt, vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen. Zugleich macht das Buch Mut durch die vielen persönlichen Erfahrungen, die Hahne selbst oder aus der Begegnung mit anderen Menschen einbringt. (pro)Peter Hahne, Niemals aufgeben! Mit Werten in Führung bleiben, mediaKern, 160 Seiten, 10,30 Euro, ISBN 9-783842910058.

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