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Großbritannien verhängt Sanktionen gegen Kyrill

Aufgrund des ungarischen Vetos sind EU-Sanktionen gegen den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill vor wenigen Wochen gescheitert. London hat solche nun auf den Weg gebracht.
Von Martin Schlorke
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Kyrill

Foto: Sergey Pyatakov | CC BY-SA 3.0 Unported

Der Moskauer Patriarch Kyrill

Die britische Regierung hat Sanktionen gegen den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill verhängt. Die Außenministerin Liz Truss begründete die Entscheidung am Donnerstag im Parlament. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche habe „seine Position wiederholt missbraucht, um den Krieg in der Ukraine zu rechtfertigen“, sagte sie.

In einer Mitteilung der Regierung werden zudem weitere Personen aufgelistet, die von Sanktionen betroffen sind. Darunter die russische Beauftragte für Kinderrechte, Maria Lwowa-Belowa. Ihr wirft die britische Regierung vor, an der Verschleppung und der erzwungenen Freigabe zur Adoption von mehr als 2.000 Kindern aus der Ukraine beteiligt gewesen zu sein.

Dazu erklärte Truss: „Heute nehmen wir die Ermöglicher und Täter von Putins Krieg ins Visier, die unsägliches Leid über die Ukraine gebracht haben.“

Uneinigkeit innerhalb der EU

Ein Sprecher der russisch-orthodoxen Kirche kritisierte die Sanktionen: „Versuche, den Vorsteher der russischen Kirche mit irgendetwas einzuschüchtern oder ihn zu zwingen, seine Ansichten aufzugeben, sind sinnlos, absurd und perspektivlos.“

Die Europäische Union konnte sich Anfang Juni nicht auf Sanktionen gegen Kyrill einigen. Die Pläne scheiterten an dem Widerstand Ungarns.

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