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Großbritannien: Empörung über Mohammed-Tweet

Der britische Kandidat für das Parlament Maajid Nawaz hat Todesdrohungen erhalten, nachdem er einen Mohammed-Cartoon auf Twitter verbreitete. Inzwischen initiierten empörte Bürger eine Petition gegen den muslimischen Politiker.
Von PRO
Der britische Politiker Nawaz bemüht sich, nach seinem Tweet zu Mohammed die Wogen zu glätten.
Der britische Politiker Nawaz bemüht sich, nach seinem Tweet zu Mohammed die Wogen zu glätten.
Nawaz, der sich selbst als „säkularen Muslim“ bezeichnet, twitterte am 12. Januar 2014 ein Bild, das Jesus und Mohammed zeigt. Darauf sagt Jesus „Hey“ und Mohammed „Wie geht‘s“. Der Cartoon stammt von der Webseite „Jesus and Mo“, auf der wöchentlich religiöse Satiren in Form von Comics präsentiert werden. Anlass für die Verbreitung des Bilds war die Entscheidung der BBC-Redaktion, bei der Sendung „Big Questions“ zwei Zuschauer nicht in Großaufnahme zu zeigen, die ein T-Shirt mit diesem Cartoon trugen. Nawaz war zu dieser Sendung mit dem Thema Menschen- und Religionsrechte eingeladen. Zu dem Cartoon schrieb der Londoner: „Dieser Cartoon ist nicht beleidigend, und ich bin sicher, dass Gott größer ist, als dass er sich dadurch beleidigt fühlt.“

Todesdrohung nach Tweet

Der Tweet zog einen Sturm der Entrüstung und Todesdrohungen nach sich. „Ich wäre froh, dir den Hals abzuschneiden“ twitterte @Abdul_Al_Jame, dessen Account allerdings nicht mehr vorhanden ist. „Hunde wie @MaajidNawaz werden bestraft!“ empörte sich Qadri (@AhleHaq786). Und Raoof Ibn Yusuf (@Kk61Raoof) drohte: „Ich habe mit Leuten in Pakistan gesprochen. Sie haben dort eine Überraschung für ihn beim nächsten Besuch.“ Inzwischen wurde auch eine Online-Petition gegen die Kandidatur Nawaz‘ auf den Weg gebracht. Bislang haben fast 19.000 Menschen unterschrieben, das Ziel sind mindestens 100.000 Unterschriften. Eine Gegen-Petition, die Nawaz unterstützt, hat mehr als 5.100 Unterzeichner mit dem Ziel von 10.000 Unterschriften. Nawaz, der die anti-islamistische Denkfabrik Qilliam Foundation mitbegründet hat, ist offenbar selbst überrascht über die Entrüstung in den sozialen Medien. Nachdem er die Verbreitung des Cartoons zunächst verteidigte, entschuldigte er sich dafür am Mittwoch dieser Woche: „Ich bedauere es, wenn jemand durch meine Meinungsäußerung unabsichtlich beleidigt wurde.“
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/grossbritannien-emund-taeglich-ruft-der-muezzinem/
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