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Grisham nimmt Kinderporno-Konsumenten in Schutz

Gegen Konsumenten von Kinderpornografie gehen die USA zu hart vor, meint Krimi-Autor John Grisham. Mit zweifelhaften Thesen, die man von einem gläubigen Baptisten eigentlich nicht erwartet, erklärt er, warum viele Männer ihre Haftstrafen nicht verdient hätten.
Von PRO
Krimi-Autor John Grisham hat zweifelhafte Thesen über den Konsum von Kinderpornografie geäußert
Krimi-Autor John Grisham hat zweifelhafte Thesen über den Konsum von Kinderpornografie geäußert
In den vergangenen 30 Jahren haben amerikanische Richter zu viele Menschen eingesperrt, die sich Kinderpornografie im Internet angeschaut haben. Das zumindest meint der Bestsellerautor John Grisham. Die meisten, die Kinderpornografie konsumierten, seien „60-jährige weiße Männer, die nie jemandem etwas zuleide getan haben und nie ein Kind anrühren würden. Aber eines nachts sind sie ins Internet gegangen, sind rumgesurft, vermutlich hatten sie zu viel getrunken oder sonst was. Dann drückten sie die falschen Knöpfe, gingen zu weit und kamen zum Kinderporno.“ Ein guter Freund von ihm sei alkoholabhängig gewesen und auf einer Webseite gelandet mit 16-Jährigen Mädchen, „die aussahen wie 30.“ Der Mann habe sich Material heruntergeladen und sei später vom FBI abgeholt und zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Grisham ergänzte, dass sein Freund falsch gehandelt habe. Es seien jedoch keine zehnjährigen Jungen gewesen und sein Bekannter habe sich nie an Minderjährigen vergangen. Auf die Frage des Reporters, ob nicht auch die Zahl der Konsumenten das Angebot von Kinderpornografie bestimme, antwortete Grisham nicht direkt. Stattdessen kritisierte er die amerikanische Gesetzgebung. Es werde „ nicht unterschieden zwischen Tätern in der realen Welt und solchen, die sich die Inhalte herunterladen – versehentlich oder anderweitig.“ Für Pädophile hege er keinerlei Sympathie, aber viele Männer hätten ihre Haftstrafe nicht verdient. Autoren von Nachrichtenblogs wie Gawker und Jezebel waren entsetzt über Grishams Aussagen. Auch die Tageszeitung Daily Mail äußerte Empörung. Grisham lebt zusammen mit seiner Frau Renée und zwei Kindern auf einer Farm in Oxford, im US-Bundesstaat Mississippi. Er ist Baptist und unterrichtete früher auch mit seiner Frau als Sonntagsschullehrer in einer Baptistengemeinde. (pro)
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