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Gottes Kunstraum

Der Grafiker Sascha Dörger will ein Zeichen für Werte setzen. Deshalb hat er ein virtuelles Kunstzentrum rund um die Zehn Gebote geschaffen. Geht es nach ihm, ist das erst der Anfang.

Von PRO

Foto: Sascha Dörger

Die Punkband Die Toten Hosen haben sie besungen. Der Künstler Keith Haring hat sie gemalt. Und der Kinderbuchautor Roland Rosenstock hat sie beschrieben: Die Zehn Gebote aus der Bibel. „Ich stelle fest, dass immer mehr über Werte nachgedacht wird”, sagt der Art Director Sascha Dörger im Gespräch mit pro und meint damit auch biblische Inhalte. Deshalb hat er nun ein virtuelles Kunstzentrum rund um die Zehn Gebote geschaffen. Die Webseite Öffnet externen Link in neuem Fenster„Zentrum Zehn” zeigt, wo sich Künstler in Literatur, Musik, Malerei oder Fotografie dem christlichen Thema gewidmet haben. Außerdem bietet sie Hintergrundinformationen zu den Zehn Geboten und Möglichkeiten, eigene Projekte vorzustellen.

Das tut auch der Zentrum Zehn-Erfinder selbst. Dörger hat sich schon während seines Grafik-Design-Studiums an der Fachhochschule Dortmund mit den Zehn Geboten beschäftigt. Im Rahmen seiner Diplomarbeit erstellte der heute 30-Jährige eine Bilderreihe zum Thema, die Dieter Falks Pop-Oratorium „Die Zehn Gebote” durch ganz Deutschland begleitet. Mittlerweile stellt Dörger auch unabhängig vom Musiktheater aus, demnächst etwa auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg.

Moderne Koordinaten

Mit seinen Bildern will er die Relevanz der Zehn Gebote für die heutige Zeit deutlich machen. Das Fünfte Gebot zeigt er etwa durch einen schwarzen Playstation-Controller, der sich in eine Handfeuerwaffe verwandelt – "Du sollst nicht töten" hat er darunter geschrieben. Das sei sein erstes Motiv gewesen, er habe dabei an den Amoklauf in Winnenden gedacht. Vor allem die Umsetzung der biblischen Weisungen mit Bezug auf moderne Medien interessiert ihn. Zu den Worten „Du sollst nicht stehlen” zeigt er einen iPod in Form eines Schlosses. Über dem Gebot „Du sollst den Feiertag heiligen” prangt eine Computertastatur.

Die Arbeit am Web-Portal Zentrum Zehn hat er vor zwei Jahren begonnen, nachdem er seine eigenen Werke mehrmals ausgestellt hatte und feststellte: Das Thema kommt an. Dörger führt das auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit zurück: Burnout oder Mobbing seien normal geworden, da tue es dem Menschen gut, Koordinaten zur Orientierung zu haben.

Obwohl er selbst evangelisch ist, ist sein Anliegen kein missionarisches. Er legt Wert darauf, nicht im Auftrag der Kirche unterwegs zu sein. „Ich sehe mich eher als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft”, sagt er. So will Dörger die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema fördern. Seine Internetseite soll nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung einer großen Vision sein: Ein analoges Kunstzentrum mit Workshop-Angeboten und Ausstellungen, eine Mischung aus Bildungseinrichtung, Museum und Café. Wo und wie ein solcher Raum entstehen könnte, weiß er noch nicht. Bis es soweit ist, hofft er auf die Mithilfe von Interessierten. Gestandene Künstler, Studenten oder auch Schulklassen können sich bei ihm mit ihren eigenen Arbeiten zu den Zehn Geboten melden. So soll sein digitales Kunstzentrum wachsen und Jahrtausende alte Weisungen Gottes in die mediale Gegenwart transportieren. (pro)

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