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Gott-Kampagne mit heftigem Gegenwind

Werbung für Gott hat viele Kritiker. Die Kampagne "Es gibt definitiv einen Gott" ist die am meisten beanstandete Werbeanzeige in Großbritannien. Insgesamt gingen beim britischen Werberat im vergangenen Jahr 1.204 Beschwerden ein. In Deutschland liegt der Fall anders.

Von PRO

Foto: pro

Der Slogan "Es gibt definitiv einen Gott" sei eine Beleidigung für Atheisten und eine irreführende Behauptung – so lautet die überwiegende Anzahl von Beschwerden, die 2009 beim Werberat in Großbritannien eingingen. Das geht laut der Zeitung "Rheinische Post" (RP) aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des Rates hervor. Der Werberat lehnte eine Untersuchung des Falles ab, da es sich aufgrund des Auftraggebers, der "Christlichen Partei", bei dem Slogan um eine politische Aussage handele.

Der Satz war auf öffentlichen Autobussen zu sehen gewesen. Damit begegnete die "Christliche Partei" einer Kampagne der "Britischen Humanistenvereinigung", die landesweit 800 Busse mit der Aufschrift "Wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Nun hör auf, dich zu sorgen, und genieße dein Leben" versehen hatte. Gegen die atheistische Werbung waren 392 Beschwerden eingegangen. Auch in diesem Fall verzichtete das Gremium laut RP auf eine Beanstandung. Die Aussage sei "eher peppig als feindselig oder beleidigend" und dem Inhalt nach nicht zu überprüfen, hieß es.

Atheistische Werbung ertragen

Auch in Deutschland hatten Atheisten gegen und Christen für Gott plakatiert. Da der deutsche Werberat aber ausschließlich Beschwerden gegen kommerzielle Werber erfasst, liegen dazu keine  Statistiken vor. Der Sprecher des Werberates, Volker Nickel, erklärte gegenüber pro, Werbung an sich sei nicht zu verurteilen, es komme immer darauf an, wie sie dargestellt werde. Zu Beschwerden komme es meist dann, wenn Religionen lächerlich gemacht würden. "Diese Fälle sind höchst problematisch", sagte Nickel. Einen Slogan wie den der Atheisten – "Es gibt keinen Gott" – müssten die Bürger einer pluralistischen demokratischen Gesellschaft hingegen ertragen können." (pro)

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