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„Gott ist der Herr der Welt – nicht wir“

Mit einem Gottesdienst sind viele Abgeordnete des Deutschen Bundestages am Dienstag in die neue Legislaturperiode gestartet. Der evangelische Prälat Martin Dutzmann verwies die Politiker in seiner Predigt an Gott: „Nicht wir sind es, die die Menschheit retten müssen.“

Von PRO

Foto: Lichtblick/Achim Melde

Es ist der traditionelle Auftakt der Legislaturperiode: Am Morgen der konstituierenden Sitzung des Bundestages kommen alte und neu gewählte Abgeordnete in Berlin zusammen, um einen Gottesdienst zu feiern. Nicht nur Kanzlerin Angela Merkel fand sich dazu am Dienstag in der St. Hedwigskathedrale unweit des Alexanderplatzes in Berlin ein. Auch große Teile des Kabinetts und führende Politiker verschiedener Fraktionen wie Sigmar Gabriel (SPD), Volker Kauder (CDU), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Volker Beck (Grüne) waren gekommen, um gemeinsam zu singen und den Worten der Bevollmächtigten der großen Kirchen in Berlin, Prälat Karl Jüsten und Prälat Martin Dutzmann, zu lauschen.

Jüsten stellte gleich zu Beginn des Gottesdienstes fest: „Gott ist der Herr der Welt – nicht wir.“ So bat er Gott um Hilfe für die kommende Legislaturperiode und die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union. Dutzmann predigte ebenfalls Demut: „Nicht wir sind es, die für Vollendung sorgen können und müssen. Nicht wir sind es, die die Menschheit retten müssten. Nicht wir sind es, die diesem Land und Europa oder gar der ganzen Welt das endgültige Heil zu bringen hätten. Nicht wir sind es, die alles Leid der Welt verhindern oder beseitigen könnten und müssten. Das zu tun, hat Gott versprochen, und Gott hält, was er verspricht.“

Der frisch ins Amt eingeführte Prälat wies auch auf persönliche Opfer hin, die viele Abgeordnete für ihren Dienst brächten. „Ihre Arbeitsbelastung ist hoch, doch hat das in der Bevölkerung kaum eine ebenso hohe Anerkennung und Wertschätzung Ihres Berufsstandes zur Folge.“ Den Politikern sprach er Mut zu. „Seien Sie gewiss: Es gefällt Gott, wenn Menschen wie Sie Lebenszeit und Lebenskraft zum Wohl der Gemeinschaft einsetzen.“ (pro)

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