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„Gott geht nicht weg!“

Christen aus ganz Deutschland haben am Mittwoch einen Gottesdienst im Hamburger Michel gefeiert und damit den Kongress christlicher Führungskräfte eröffnet. Der Allianz-Vorsitzende Michael Diener predigte über die Sünde.
Von PRO
Michael Diener predigte zum Auftakt des Kongresses christlicher Führungskräfte in Hamburg

Foto: pro

Michael Diener predigte zum Auftakt des Kongresses christlicher Führungskräfte in Hamburg
Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener, fragte in seiner Predigt im Hamburger Michel:„Ist der Mensch gut?“ Er verwies auf positive Beispiele wie Muslime, die sich in umkämpften Gebieten im Nahen Osten schützend vor Christen stellten. „Etwas, wovon wir zu wenig in den Medien wahrnehmen“, stellte er fest. Sicher aber, so erklärte er weiter, würden wir nicht auf die Idee kommen, dass Anhänger der Terrorgruppen Boko Haram oder des Islamischen Staates gut sind. Dieselbe Frage könne der Mensch sich im Bezug auf Gott stellen. Ein schönes Glas Rotwein lasse Gott freundlich erscheinen, der Blick auf Kriege weltweit bewirke das Gegenteil. Die Bibel spreche davon, dass nur Gott allein gut sein könne. Der Mensch hingegen sei zwar gut geschaffen, aber gescheitert. Gott aber weise den Sündern einen lebensverändernden Weg: „Die gute Botschaft des Evangeliums durch alle Zeiten ist: Gott geht nicht weg!“ Aus dieser Güte Gottes heraus könnten auch Unternehmer und andere Führungskräfte ihren Weg gehen und einen Unterschied in der Welt machen – mit Gottes Hilfe. Die Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Kirsten Fehrs, berichtete im Rahmen des Gottesdienstes vom christlichen Leben in Hamburg und warb für den interreligiösen Dialog. Ein Drittel der Hamburger gehöre zur Evangelischen Kirche. Fehrs lobte einen intensiven Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft in der Stadt. Regelmäßig kämen entsprechende Gruppen über das Thema Werte ins Gespräch. In Zeiten des islamistischen Terrorismus sei es aber zudem umso wichtiger, das Gespräch mit anderen Religionen zu suchen. „Das Evangelium, aus dem heraus wir leben, befreit uns dazu, die Gemeinschaft besonders in den Blick zu nehmen“, sagte sie. Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke erklärte, ein Zehntel der örtlichen Bevölkerung gehörten der katholischen Kirche an. „Ökumene ist heute unser Lebenselixier“, sagte er über das Verhältnis der beiden Volkskirchen vor Ort. Der Kongress christlicher Führungskräfte beginnt am Donnerstag und endet am Samstag. Zu den prominentesten Rednern zählen Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Unionsfraktionschef Volker Kauder und der Mathematikprofessor und Buchautor John Lennox. Zum Kongress kommen regelmäßig mehrere tausend Besucher aus ganz Deutschland. Der Kongress findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt. (pro)
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