Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit deutlichem Abstand gewonnen. Der nächste Ministerpräsident wird aller Voraussicht nach der CDU-Politiker Gordon Schnieder. Gegenüber der Zeitschrift „Bunte“ bezeichnete sich der Christdemokrat als „bekennenden Christen“.
Der „Bild am Sonntag“ hatte er anvertraut, dass er regelmäßig bete. „Der Glaube gehört bei uns ganz selbstverständlich zum Alltag: Wir beten gemeinsam vor dem Essen und abends vor dem Schlafengehen“. Zudem habe er über 30 Jahre im Kirchenchor gesungen und sei früher selbst Messdiener gewesen. Außerdem ist der 50-Jährige Mitglied einer katholischen Studentenverbindung.
Ehepaar teilt sich die gleichen Werte
Mit seiner Frau Diane, die in der Kirche die Sternsinger betreue, teile er dieselben Werte. In Rheinland-Pfalz gilt Schnieder als „bürgerlich-konservativer Pragmatiker mit klaren Haltungen“. Seit 2016 gehört er dem rheinland-pfälzischen Landtag an und führt seit April 2023 die CDU-Fraktion. Seit September 2024 steht er an der Spitze der Landespartei.
Schnieder wurde nach dem Abitur Diplom-Finanzwirt und war zunächst in der Landes- und später in der Kreisverwaltung tätig. In die CDU trat er 1991 ein: in dem Jahr, in dem die CDU die Macht verlor. Sein erstes Mandat errang er im Kreistag des Landkreises Vulkaneifel. Ab 2014 war er fünf Jahre lang Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Birresborn. Der Vater von drei Kindern im Alter von 11 bis 23 Jahren ist der Bruder des amtierenden Verkehrsministers Patrick Schnieder. Als wichtigstes Hobby bezeichnete er gegenüber der „Bunten“ das Wandern.