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Göttliche Komödie

Im September sendet das ZDF eine Komödie mit kirchlich-christlichem Bezug. In der Eifel soll ein Kloster geschlossen werden. Dagegen regt sich Widerstand.
Von PRO
Pfarrer Dobisch (Gustav Peter Wöhler), Schwester Brionie (Therese Hämer), Schwester Johanne (Suzanne von Borsody), Schwester Ruth (Alina Levshin), Schwester Phillipa (Gertrud Roll)

Foto: ©: ZDF/Martin Rottenkolber

Pfarrer Dobisch (Gustav Peter Wöhler), Schwester Brionie (Therese Hämer), Schwester Johanne (Suzanne von Borsody), Schwester Ruth (Alina Levshin), Schwester Phillipa (Gertrud Roll)

Für den 24. September 2015 plant das ZDF um 20:15 Uhr die Ausstrahlung der Komödie „Das Kloster bleibt im Dorf“. In dem Fersehfilm geht es darum, dass der zuständige Bischof, gespielt von Lambert Hamel, ein Kloster in der Eifel verkaufen will. Dagegen stemmt sich Alina Levshin in der Rolle der Novizin Ruth. Der Bischof erhält Rückendeckung durch Priorin Johanne, gespielt von Suzanne von Borsody. Befürworter und Gegner des Kloster-Verkaufs mobilisieren Hilfe und Unterstützer ihrer Standpunkte. Der Dorfpfarrer, gespielt von Gustav Peter Wöhler, eine Mediatorin und die ehemalige Priorin rangeln letztlich um Erhalt oder Verkauf der Kosteranlage.
In Kurz-Interviews, die der Sender mit den Darstellern vor der Ausstrahlung geführt hat, geben die Schauspieler Einblicke in ihre Religiosität. Journalistin Gitta Deutz wollte von den Schauspielern wissen: Spielt Religion in Ihrem Leben eine Rolle? Grimme-Preis-Trägerin Suzanne von Borsody antwortet auch die Frage, ob sie persönlich ein gläubiger Mensch sei: „Ich glaube an Gott, egal wie man sie/ihn/es nennt.“ Alina Levshin fühlt sich derzeit keiner Religion eindeutig zugehörig. Die Schauspielerin glaubt nicht, dass Religion das Selbstwertgefühl ersetzen könne und geht auch nicht davon aus, sich in einer Religion vollkommen wohl zu fühlen. „Duchaus habe ich etwas, an das ich glaube, aber ein Glaube darf für mich nichts mit Zwängen und Einschränkungen zu tun haben“, erklärte Levshin.
Schauspielerin Therese Hämer, die die Ordensschwester Brionie im Film spielt, glaube nicht „im Sinne eines Katechismus“. Hämer hält es nach eigenen Angaben mehr mit Herder. Sie glaube an „Licht Liebe Leben.“ Gertrud Roll geht gerne in Kirchen, am liebsten allein. „Ja, ich bin gläubig“, sagt die Darstellerin der ehemaligen Priorin, „aber keiner Kirche zugehörig.“
Für die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer sind menschliche und somit auch christliche Werte wichtig. Ihrer Auffassung nach gehen Werte über Konfessionen hinaus. Die unterschiedlichen Religionen seien sich hinsichtlich der Werte ähnlicher, als viele dächten. Schauspieler Gustav Peter Wöhler gestand im Interview, dass er als 14-jähriger sogar einmal Pfarrer werden wollte. Wöhler ist bekannt aus verschiedenen Rollen in Theater, Film und Fernsehen, etwa in „Bella Block“, „Großstadtrevier“ oder „Alles außer Mord“. „Doch je älter ich wurde, umso mehr kamen die Zweifel“, sagt Wöhler, der sich heute „als spirituellen Menschen“ bezeichnet, „der die Kanzel mit der Bühne getauscht hat.“ (pro)

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