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Gnadauer Verband stärkt Diener den Rücken

Der Vorstand des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes hat seinem Präses Michael Diener das „volle Vertrauen“ ausgesprochen. Diener, der auch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz ist, hatte sich positiv über die Mitarbeit praktizierender Homosexueller in Gemeinden geäußert.
Von PRO
Der Theologe Michael Diener kann in der Bibel keine bejahenden Aussagen zur Homosexualität entdecken – wünscht sich aber dennoch mehr Verständnis von Christen und Gemeinden

Foto: Antje Römer

Der Theologe Michael Diener kann in der Bibel keine bejahenden Aussagen zur Homosexualität entdecken – wünscht sich aber dennoch mehr Verständnis von Christen und Gemeinden
Der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband hat am Montagabend mitgeteilt, dass der Vorstand Präses Michael Diener „das volle Vertrauen“ ausspricht. Der Vorstand danke Diener für seinen großen Einsatz und seine „profunden theologischen Kenntnisse“. Der Vorstand äußerte Bedauern darüber, dass durch einzelne öffentliche Äußerungen Dieners in der Tageszeitung Die Welt und im Christlichen Medienmagazin pro Irritationen entstanden seien. „Leider haben die in den Medien veröffentlichten Texte den Duktus der Äußerungen von Michael Diener nicht in allen Teilen richtig widergegeben“, heißt es in der Erklärung. Der Generalsekretär des Verbandes, Frank Spatz, sagte gegenüber pro, dass sich diese Kritik an der Berichterstattung auf die Zeitung Die Welt beziehe. Zuvor hatte bereits Diener in pro erklärt, die Zeitung habe im Bezug auf homosexuelle Pfarrer Zusammenhänge hergestellt, die er so nicht beabsichtigt habe. In der Pressemitteilung des Gnadauer Verbandes heißt es weiter, es sei Diener und dem gesamten Vorstand ein Anliegen, „dass alle Personen und Gruppen unserer Bewegung mit ihrem geistlichen Anliegen nach wie vor durch die Spitze des Verbandes nach innen und außen vertreten werden“. In den kommenden Wochen wolle man eine „Klärung der Sachthemen entschieden vorantreiben“ – eine bewusst neutrale Formulierung, auf die der Verband derzeit nicht näher eingehen möchte.

Deutliche Kritik von ProChrist-Sprecher Ulrich Parzany

Diener hatte gegenüber Medien erklärt, zur Frage der Homosexualität selbst einen konservativen Standpunkt einzunehmen, hielt die Mitgliedschaft und Mitarbeit praktizierender Homosexueller in Gemeinden jedoch auch für möglich. Dafür wurde er unter anderem in einem offenen Brief des bekannten Pfarrers und ProChrist-Sprechers Ulrich Parzany kritisiert. „Die Bibel wurde schon immer von anderen auch anders verstanden. Das ist doch eine Banalität“, schrieb Parzany. „Was soll die Berufung auf die Heilige Schrift, wenn Du sie der Beliebigkeit subjektiver Sichten auslieferst? Ich dachte immer, die Gemeinschaftsbewegung und die freien Werke wären deshalb in der Kirche, dass sie dort gegen Irrlehre und Gleichgültigkeit die Wahrheit der Heiligen Schrift bekennen und leben.“ Der pietistische Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband ist der Dachverband der innerkirchlichen Gemeinschaftsbewegung in Deutschland und Österreich. Michael Diener amtiert seit 2009 als Präses, ehrenamtlich ist er seit 2012 zudem Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/diener-homosexuelle-koennen-in-gemeinden-mitarbeiten-94421/
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