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Glaube an Gott schwindet

In Deutschland glauben immer weniger Menschen an Gott. Viele sind dennoch der Überzeugung, dass es Wunder gibt. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Spiegel.
Von Norbert Schäfer
2017 hatten die beiden großen Kirchen in Deutschland noch rund 45 Millionen Mitglieder
2017 hatten die beiden großen Kirchen in Deutschland noch rund 45 Millionen Mitglieder

Nur 55 Prozent der Deutschen glauben noch an „einen Gott“. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Kantar Public im Auftrag des Spiegel. Vor 14 Jahren lag der Anteil demnach noch bei 66 Prozent. „Auch unter denen, die sich als Christen verstehen, geht die Gläubigkeit stark zurück”, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag.

2019 glaubten der Studie zufolge 75 Prozent der Katholiken an Gott. 2005 waren es noch 85 Prozent. Bei den Protestanten verflüchtigte sich der Glaube an Gott in dem Zeitraum noch stärker. 2005 glaubten 79 Prozent der Protestanten an Gott, heute sind es 67 Prozent. „Mehrere Millionen Menschen, die einer der großen christlichen Konfessionen im Land mit zusammen fast 45 Millionen Kirchenmitgliedern angehören, zeigen damit eine erhebliche innere Distanz zu ihrer Religion“, schreibt der Spiegel.

Deutsche glauben an Wunder

An Ostern feiern weltweit Christen die Auferstehung von Jesus Christus nach seiner Kreuzigung. Daran glauben nach Angaben der Studie in Deutschland nur 58 Prozent der Protestanten und 61 Prozent der Katholiken. Auch der Glaube an ein Leben nach dem Tod schwindet. Lediglich bei den Katholiken glaubt das mit 53 Prozent der Gläubigen noch die Mehrheit. 2005 waren es nach Angaben der Studie noch 65 Prozent.

„Das spirituelle Interesse ist eher größer geworden“, erklärt der Arzt und Psychoanalytiker Eckhard Frick, Professor für Anthropologische Psychologie an der Hochschule für Philosophie des Jesuitenordens in München, gegenüber dem Spiegel. 66 Prozent der 1.003 Befragten sind nach Angaben der Studie überzeugt, dass es Wunder auf der Welt gibt. Die Angebote der Kirche hält Frick fpr „oft zu beamtenhaft und pädagogisierend“.

Von: Norbert Schäfer

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