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Gläubige wollen beim Kirchentag zusammen Abendmahl feiern

Beim Kirchentag wollen Protestanten und Katholiken gemeinsam Abendmahl feiern. Gemeinden in Frankfurt am Main und deutschlandweit wollen ihre Türen öffnen, erklärten die Veranstalter am Dienstag.
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Foto: chuttersnap/unsplash

Wer darf mit wem das Abendmahl feiern: Eine Debatte darüber gibt es auch im Zusammenhang mit dem Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt

Im Rahmen des Ökumenischen Kirchentags wollen Gläubige zusammen das Abendmahl feiern. Christinnen und Christen aller Konfessionen hätten am letzten Abend am 15. Mai die Gelegenheit, „unterschiedliche Traditionen kennenzulernen und – dem eigenen Gewissen folgend – das lebendige Gedächtnis Jesu Christi mitzufeiern“. Von Frankfurt solle das Signal ausgehen, auch künftig das ökumenische Miteinander zu suchen, teilten die Veranstalter am heutigen Dienstag mit.

„Die Einladung durch Jesus Christus selbst überwindet das Festhalten am Trennenden der christlichen Konfessionen. Die geöffneten Türen und der für alle Getauften gedeckte Tisch des Herrn betonen das gemeinsame Zeugnis als Grundlage unserer christlichen Existenz“, sagte die evangelische Präsidentin des Ökumenischen Kirchentags, Bettina Limperg. Der katholische Präsident Thomas Sternberg betonte, auf Grundlage des gemeinsamen Zeugnisses könnten die Besucherinnen und Besucher ihre Gewissensentscheidung treffen.

Grundlage für die wechselseitige Einladung zu Abendmahl und Eucharistie ist das Votum des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen „Gemeinsam am Tisch des Herrn“, das 2019 veröffentlicht wurde. Darin sprechen sich führende Theologinnen und Theologen beider Konfessionen für die Möglichkeit aus, dass Protestanten und Katholiken in eigener Gewissensentscheidung an der Mahlfeier der jeweils anderen Konfession teilnehmen können, da nach ihrer Auffassung nicht die Kirche, sondern Jesus Christus zum Abendmahl einlädt.

Bisher gibt es wenige Ausnahmen

Bislang können evangelische und katholische Christen nicht gemeinsam Abendmahl feiern, das würde eine kirchliche Einheit voraussetzen. In Ausnahmefällen ist eine Teilnahme etwa von Ehepartnern evangelischer Konfession an der katholischen Eucharistie möglich.

Auf www.oekt.de werden ein evangelischer, ein römisch-katholischer und ein evangelisch-freikirchlicher Gottesdienst live übertragen, ebenso eine orthodoxe Vesper. Die Gemeinden werden auch eine analoge Teilnahme ermöglichen, für die wegen der Pandemie eine Anmeldung erforderlich ist. Der 3. Ökumenische Kirchentag sollte ursprünglich vom 12. bis 16. Mai in Frankfurt am Main mit mehr als 200.000 Besuchern stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wird sein Programm nun hybrid und dezentral, im Internet und vor Ort angeboten.

epd
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