Der Erzbischof der chilenischen Stadt Concepción, Fernando Chomali, hat aus einem Helikopter heraus gegen Corona in seiner Region angebetet und damit eine Debatte um einen „Exorzismus“ ausgelöst

Der Erzbischof der chilenischen Stadt Concepción, Fernando Chomali, hat aus einem Helikopter heraus gegen Corona in seiner Region angebetet und damit eine Debatte um einen „Exorzismus“ ausgelöst

„Helikopter-Exorzismus“ sorgt in Chile für Irritation

Er wollte aus der Luft gegen das Corona-Virus anbeten, veröffentlichte ein Video davon im Netz und löste bei vielen Menschen in Chile Irritation aus. Dem Erzbischof der chilenischen Stadt Concepción, Fernando Chomali, wurde vorgeworfen, einen „Helikopter-Exorzismus“ vorgenommen zu haben.

Wie das chilenische Magazin El Mostrador berichtet, hatte Fernando Chomali, der Erzbischof von Concepción, am vergangenen Sonntag einen Helikopter-Rundflug über der chilenischen Region unternommen, um aus der Luft gegen die Krankheit Covid-19 anzubeten.

Der 63-Jährige, der auch Großkanzler der katholischen Universität von Concepción ist, verbreitete ein kurzes Handy-Video von seiner Aktion auf seinem Twitter-Account. Er wirft dabei angeblich auch Weihwasser aus der Luft und betet, dass das Coronavirus aus dem Leben der Menschen verschwinde. „Gott ist großartig!“, betete der Geistliche. Concepción hat rund 219.000 Einwohner und liegt etwa in der Mitte Chiles. Laut El Mostrador sahen in der Gebetsaktion manche Chilenen eine Art „Teufelsaustreibung“. Einige Soziale Medien löschten das Video des Erzbischofs wegen der Debatte um den „Helikopter-Exorzismus“.

Beten gegen „bösen Geist“ von Corona-Leugnern

Laut dem chilenischen Nachrichtenportal Biobio erklärte sich Chomali am Dienstag und sagte, er habe schlicht Gott darum gebeten, die Pandemie zu beenden. Die Gesellschaft befinde sich derzeit „in einer schweren Krise auf den Gebieten Gesundheit, Wirtschaft und Politik“. Covid-19 habe in vielen Familien zu einer „dramatischen Situation“ geführt, in der Tausende Menschen im Kampf stünden zwischen Leben und Tod. „Ich bin ein Mann des Glaubens und habe nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, mich an ihn zu wenden“, fügte der Geistliche hinzu. Im Übrigen sei der Flug mit der Armee abgesprochen gewesen.

Chomali fügte hinzu, er habe darum gebeten, Gott möge den „bösen Geist“ von denen nehmen, die derzeit das Gesetz missachten. „Ich betete für diejenigen, die sich nicht für das Gemeinwohl interessieren, die glauben, dass das Leben nur Spaß machen soll, und nicht bedenken, dass sie anderen schaden und sie infizieren.“ Ihm sei bewusst, dass seine Aktion bei manchen Irritation ausgelöst habe. Er bat: „Erweitern Sie Ihre Sicht auf das Leben und respektieren Sie diejenigen, die anders denken.“

Von: Jörn Schumacher

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