Kerzen in einem armenischen Kloster: Erstmals haben die USA den Völkermord an Christen im Osmanischen Reich anerkannt

Kerzen in einem armenischen Kloster: Erstmals haben die USA den Völkermord an Christen im Osmanischen Reich anerkannt

USA erkennen Genozid an Armeniern an

Die USA haben den Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg offiziell anerkannt. Das Repräsentantenhaus verabschiedete am Dienstag eine entsprechende Resolution. Die Türkei ist verärgert.

Informationen des Spiegel zufolge verabschiedete das US-Repräsentantenhaus am Dienstag mit 405 zu 11 Stimmen eine Resolution, die erstmals von einem Genozid an den Armeniern zwischen 1915 und 1917 im damaligen Osmanischen Reich spricht. Die Vorsitzende des Hauses, Nancy Pelosi (Demokraten), sprach von einer „systematischen Ermordung von 1,5 Millionen armenischen Männern, Frauen und Kindern“.

Das türkische Außenministerium zeigte sich ungehalten und sprach von einer „schamlosen Entscheidung“ im Sinne von „Anti-Türkei-Gruppen“. Der Beschluss gefährde die Beziehungen der beiden Länder.

Der Deutsche Bundestag hatte eine entsprechende Resolution bereits im Jahr 2016 verabschiedet. Darin hieß es unter anderem: „Der Deutsche Bundestag verneigt sich vor den Opfern der Vertreibungen und Massaker an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten des Osmanischen Reichs, die vor über hundert Jahren ihren Anfang nahmen.“ Und weiter: „Das Gedenken des Deutschen Bundestages ist auch Ausdruck besonderen Respektes vor der wohl ältesten christlichen Nation der Erde.“

Von: Anna Lutz

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