In Pakistan gehören rund 96 Prozent der Bevölkerung dem Islam an

In Pakistan gehören rund 96 Prozent der Bevölkerung dem Islam an

Verstöße gegen die Religionsfreiheit: Pakistan auf Schwarzer Liste

Die USA haben Pakistan auf eine Liste von Ländern gesetzt, denen schwere Verletzungen der Religionsfreiheit vorgeworfen werden. Pakistan kritisierte diesen Schritt.

US-Außenminister Michael Pompeo gab am Dienstag bekannt, dass Pakistan in die Schwarze Liste aufgenommen wird. In einer Pressemitteilung erklärte er die Entscheidung: Länder auf dieser Liste begingen „systematisch, andauernd und ungeheuerliche Verstöße gegen die Religionsfreiheit“. An zu vielen Orten dieser Welt würden Menschen bedroht und getötet, weil sie nach ihrem Glauben leben, aber die USA „werden angesichts dieser Unterdrückung nicht als Zuschauer danebenstehen“.

Die Regierung in Islamabad kritisierte den Schritt als „politisch motiviert“. Das Außenministerium erklärte, dass in Pakistan „Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Konfessionen zusammenleben“ könnten. In Pakistan stellen Christen, Hindus, Sikhs und Buddhisten rund vier Prozent der Bevölkerung. Die restliche Gesellschaft ist muslimisch geprägt.

Pakistan wurde bereits im Januar 2018 auf eine Beobachtungsliste gesetzt. Auf dieser Liste befinden sich nun Russland, Usbekistan und die Komoren. Auf der Schwarzen Liste stehen neben Pakistan neun weitere Länder: Myanmar, China, Eritrea, Iran, Nordkorea, Saudi-Arabien, Sudan, Tadschikistan und Turkmenistan.

Erstellt wird die Liste jährlich im Rahmen des Sonderberichts der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit (USCIRF). In dem Bericht werden auch Terrororganisationen verurteilt.

Von: Martin Schlorke

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