Die Formulierung eines neuen Gesetzes gegen Menschenhandel in Bolivien bedroht auch Christen im Land

Die Formulierung eines neuen Gesetzes gegen Menschenhandel in Bolivien bedroht auch Christen im Land

Gesetzesänderung bedroht Religionsfreiheit in Bolivien

In Bolivien fürchten Christen, im Ausleben des Evangeliums massiv eingeschränkt zu werden. Grund ist ein neues Gesetz, das das „Rekrutieren“ von Menschen für religiöse Organisationen verbietet.

Wer in Bolivien auf der Straße predigt oder Menschen zu einer christlichen Veranstaltung einlädt, könnte eine fünf- bis zwölfjährige Gefängnisstrafe riskieren. Das befürchten Christen aufgrund einer im Dezember von der sozialistischen Regierung verabschiedeten Änderung des Strafgesetzbuches, berichtet Christianity Today.

Das neue Gesetz unter Artikel 88.11 im Strafgesetzbuch besagt: „Strafbar macht sich jeder, der Menschen rekrutiert, transportiert, der Freiheit beraubt und mit dem Ziel empfängt, an einem bewaffneten Konflikt oder religiöser Organisation teilzunehmen.“ (Übersetzung der Evangelischen Allianz Deutschland)

Notfallkomission prüft Auswirkungen

Ziel der Änderung, die in 18 Monaten in Kraft treten soll, sei eigentlich die Bekämpfung von Menschenhandel gewesen. Um zu prüfen, inwiefern die Formulierung allerdings christliche Gruppen einschränkt, hat die „National Association of Evangelicals“ in Bolivien eine Notfallkomission eingerichtet. „Es ist betrüblich, dass Bolivien das erste lateinamerikanische Land sein wird, das die Gewissens- und Religionsfreiheit einschränkt. Diese stehen unter dem Schutz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Erklärung von San Jose de Costa Rica und unserem Grundgesetz“, heißt es in einer Stellungnahme.

Die Evangelische Allianz Boliviens ruft aus diesem Grund zu einem nationalen Tag des Gebets und Fastens am 21. Januar auf. Auch Christen weltweit ruft sie dazu auf, sich der Fürbitte anzuschließen.

Von: Deborah Müller

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