Von der Radiostation auf Guam aus erreicht das „Trans World Radio“-Missionswerk Menschen in Asien, die ansonsten das Evangelium nicht hören könnten

Von der Radiostation auf Guam aus erreicht das „Trans World Radio“-Missionswerk Menschen in Asien, die ansonsten das Evangelium nicht hören könnten

Hoffnungsbotschaften aus Guam

Auf Guam ist die Bedrohung eines Angriffs von Nordkorea aktuell gegenwärtig. Die christliche „Trans World Radio“-Station auf der Pazifik-Insel trotzt den Spannungen und sendet weiterhin Ermutigung.

Guam, eine kleine Insel im Pazifik, ist zurzeit Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen Nordkorea und den USA. Sie ist außerdem Standort einer Station des Radio-Missionswerks „Trans World Radio“ (TWR). Und dieses lässt sich von den politischen Spannungen nicht unterkriegen. „Auf den Notfall sind wir vorbereitet. Ansonsten machen wir weiter Radio“, erklärt Grant Hodgins, der zuständige Leiter der Station von TWR in Guam.

27 Menschen unterschiedlicher Herkunft arbeiten momentan in der Sendestation. Sie sorgen dafür, dass das Evangelium die Menschen in Asien erreicht. „Guam spielt eine entscheidenden Rolle, da dessen Lage es TWR ermöglicht, Christi Stimme der Hoffnung, des Lebens und der Barmherzigkeit überall in einer Region zu verbreiten, die unter der Konstanz von Tsunamis, Erdbeben, Armut, starkem Drogenhandel und -konsum und Menschenhandel leidet“, heißt es auf der Webseite des Missionswerks. Seit mehr als 40 Jahren sendet TWR von der Insel aus Nachrichten und Glaubensbotschaften in 18 verschiedenen Sprachen.

Trotz Bedrohung Vertrauen auf Gott

Angesichts der aktuellen heiklen Lage zeigt sich das Team entspannt. „Auch wenn wir derzeit etwas besorgt sind, wissen wir doch, dass alles unter Gottes Kontrolle ist. Darauf verlassen wir uns und bleiben ruhig“, sagt Hodgins im Interview mit ERF Medien, Partner der Radiomission. Alle Mitarbeiter gingen wie immer ihrer Arbeit nach und versuchten, den Alltag möglichst normal zu gestalten.

Auf globale Vorfälle, egal ob Naturkatastrophen wie Taifune und Erdbeben oder militärische Angriffe, ist die Sendestation nach eigenen Angaben gut vorbereitet. Für den Fall, dass die Stromversorgung ausfällt, besitzt sie beispielsweise Generatoren, mit denen sie weitersenden kann. Außerdem gibt es eine spezielle Frequenz, über die TWR in Notfällen sendet, um die Bevölkerung zu informieren, etwa um ihnen zu sagen, wie sie sich verhalten sollen und wohin sie gehen können. Den Sender am Laufen zu halten, habe immer Priorität. „Wir tun alles, was wir tun können und müssen. Wir erledigen unseren Auftrag und vertrauen auf Gott“, beschreibt der Leiter die Arbeit des Radios.

Sendungen stärken verfolgte Christen

Immer wieder erhält TWR dankbare Rückmeldungen – auch von verfolgten Christen in Nordkorea, die den Sender heimlich empfangen. „Trotz Verfolgung und Unterdrückung schreiben sie uns, dass die täglichen Radiobotschaften sie im Glauben stärken und ihnen helfen, den Drangsalen zu widerstehen und an der Hoffnung festzuhalten“, erzählt Claudia Schmidt, Vorstandsreferentin International von ERF Medien. Die christlichen Sendungen zu hören, ist in unfreien Ländern oftmals die einzige Möglichkeit für Gläubige, das Evangelium zu hören. So schreibt ein Hörer beispielsweise: „Wir haben keine Kirche oder Gemeinschaftsraum. Das Radio gibt uns die Möglichkeit, Gottesdienste zu feiern.“

Der Leiter auf Guam, Hodgins, bittet um Gebete für die Menschen im Pazifik, die mit der schwierigen Situation zu kämpfen haben: „Betet, dass sie friedlich hier weiterleben und auf Gott schauen können, dass sie wissen, dass er sich um die Belange kümmert.“ Aber er betont, dass nicht nur die Inselbewohner Gebet brauchen, sondern auch die Länder China, Indien, Japan, Nord- und Südkorea sowie ihre Staatschefs.

Die Vereinigten Staaten unterhalten auf Guam einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt mit etwa 6.000 stationierten Soldaten. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hatte in der vergangenen Woche gedroht, bis Mitte August Pläne für einen Raketenangriff auf die Halbinsel fertigzustellen. Diese Aussage hat der Staatschef laut Zeit Online vorerst wieder zurückgenommen, Anspannungen bleiben allerdings weiterhin bestehen. Laut ERF Medien will TWR seine Mission erfüllen und die Menschen weiterhin mit notwendigen, aber auch mutmachenden Informationen versorgen. (pro)

Von: dem

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