Die Stadt Bloomington in Indiana hat – zumindest vom Namen her – den Karfreitag abgeschafft
Die Stadt Bloomington in Indiana hat – zumindest vom Namen her – den Karfreitag abgeschafft

Warum diese Stadt aus Karfreitag einen „Frühlings-Feiertag“ macht

In der amerikanischen Stadt Bloomington im Bundesstaat Indiana gibt es bald keinen Karfreitag mehr – aus dem christlichen Feiertag wird ein „Frühlings-Feiertag“. Die Stadtoberen begründeten die Namensänderung mit der Rücksicht auf die kulturelle Empfindsamkeit der Einwohner.

Der Karfreitag heißt in der amerikanischen Stadt Bloomington im Bundesstaat Indiana ab jetzt nur noch „Frühlings-Feiertag“. Außerdem will die Stadt den „Columbus Day“, an dem der Entdeckung Amerikas gedacht wird, mit Rücksicht auf die kulturellen Unterschiede bald nur noch „Herbst-Feiertag“ nennen. Dies berichtet der Lokalsender Fox 59.

Bürgermeister John Hamilton begründete die Namensänderung gegenüber den Medien damit, dass die Stadt auf die kulturelle Empfindsamkeit ihrer Bürger Rücksicht nehmen wolle. Als Bürgermeister bemühe er sich, sicherzustellen, dass die Stadtregierung offen für alle Menschen sei. Es habe Kritik von Bürgern daran gegeben, dass an den betroffenen Feiertagen die Beschilderung der Öffnungszeiten des Rathauses Bezug auf die Feiertage nehme.

Tag des Fastens und der Buße

„Wir sind sehr stolz auf die Arbeitskräfte der Stadt. Diese Vielfalt macht uns stark. Die Änderung des Namens für die zwei Tage ist eine weitere Möglichkeit, wie wir unser Engagement für die Einbeziehung dieser Menschen demonstrieren können“, schrieb Hamilton in der Herald-Times.

An Karfreitag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu Christi. Es ist häufig ein Tag des Fastens und der Buße. In den USA ist er nicht überall ein staatlicher Feiertag. Die Universitätsstadt Bloomington gilt als sehr liberal. In den sozialen Netzwerken verurteilen viele Menschen den Schritt und fragen nach den Beweggründen. Die Namensänderung gilt lediglich für die Einwohner der Stadt.

Dort ist sie schon ein großes Gesprächsthema. Bewohnerin Emily Nehus findet, dass der Schritt zuvorkommend und respektvoll ist gegenüber der breitschichtigen Bevölkerung. Mike Carson kann die Änderung des Namens „Columbus Day“ dagegen überhaupt nicht nachvollziehen. Diesen feiern die Amerikaner am zweiten Montag im Oktober. Sie gedenken der Entdeckung der „neuen Welt“ durch Christoph Columbus. Seit den 1930er Jahren ist er ein nationaler Feiertag, der jedes Jahr vom Präsidenten ausgerufen werden musste. Seit 1968 ist es ein permanenter, beweglicher nationaler Feiertag.

Die Stadt Bloomington will es allen Bürgern ermöglichen, den Feiertag nach eigenem Ermessen zu begehen. Wie die Verantwortlichen der Stadt sagten, betreffe die einzige größere Änderung die Namensgebung im Kalender. (pro)

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Von: jw

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