Der Prince of Wales fordert zur Wahrung der Religionsfreiheit auf
Der Prince of Wales fordert zur Wahrung der Religionsfreiheit auf

Prinz Charles nimmt Muslime in die Pflicht

Der britische Thronfolger und Prince of Wales, Prinz Charles, hat in einem Video für die Wahrung der Religionsfreiheit appelliert. Seine Ansprache richtet sich an Religionsführer weltweit.

In der Videobotschaft vom Dienstag, die auf der Internetseite der Tageszeitung The Telegraph veröffentlicht wurde, sagt Prinz Charles, dass Religionsführer nicht darüber schweigen dürfen, wenn andere religiöse Minderheiten verfolgt werden. Muslimische Führer hätten die Pflicht, ihre Glaubensgeschwister vor der „unbeschreiblichen Tragödie“ der Christenverfolgung im Nahen Osten und weltweit zu warnen.

Prinz Charles vertritt in dem Video die Auffassung, dass Religiosität überzeugender für ungläubige Menschen sei, wenn diese in Demut und mit Leidenschaft gelebt werde und dem Anderen Raum lasse, egal, woran er glaube.

Anlass für die Videobotschaft des britischen Thronfolgers ist ein Bericht der katholischen Organisation „Aid to the Church in Need“, der dem Oberhaus des britischen Parlaments, dem House of Lords, vorgelegt wurde. Darin werden Christen als die am „meisten verfolgte religiöse Minderheit“ weltweit beschrieben. Dem Bericht zufolge liegen muslimische Länder an der Spitze der Liste von Ländern, in denen die Religionsfreiheit eine untergeordnete Rolle spielt. Demach habe die Religionsfreiheit in den vergangenen zwei Jahren deutlich abgenommen. Auch Muslime werden bei der Ausübung ihrer Religion „ernsthaft“ bedroht, schreibt der Telegraph und beruft sich dabei auf den Bericht. Der Rückgang der Religionsfreiheit in Großbritannien und anderen westlichen Staaten begründe sich aus der Angst vor religiösen Extremisten und der zunehmenden Auffassung, Religion gehöre nicht in das öffentliche Leben.

„Respektiere auch andere Religionen“

„Es ist eine unbeschreibliche Tragödie, dass die Christenheit aktuell einer solchen Bedrohung im Nahen Osten ausgesetzt ist - einer Region, in der seit 2000 Jahren Christen leben, und in der sich der Islam erst 700 nach Christus ausgebreitet hat. In einem Gebiet, in dem Menschen unterschiedlichen Glaubens jahrhundertelang friedlich zusammengelebt haben“, erklärt Prinz Charles. In dem Video betont er seinen eigenen christlichen Glauben, bringt aber auch zum Ausdruck, dass er Gläubige anderer Religionen verteidige und respektiere, auch den Islam. Die Religionsführer müßten dafür Sorge tragen, dass die Anhänger ihres Glaubens auch Angehörige anderer Religionen respektierten. Der Thronfolger betont in der Videobotschaft die Wichtigkeit der Religionsfreiheit für das friedliche Zusammenleben der Menschen in Großbritannien und weltweit.

„Es kommt mir so vor, dass die Zukunft unserer freien Gesellschaft - sowohl in Großbritannien, als auch in der ganzen Welt - davon abhängt, ob wir die tragende Rolle anerkennen, die gläubige Menschen einnehmen“, sagt der britische Thronfolger in dem Video.

In Großbritannien ist der Monarch nicht nur das Staatsoberhaupt, sondern zugleich auch das Oberhaupt der Church of England, der offiziellen Staatskirche der Landes. (pro)

Von: nob

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