Unter der Militärdiktatur von Kim Jong-un leiden auch viele Christen im Land
Unter der Militärdiktatur von Kim Jong-un leiden auch viele Christen im Land

Nordkorea: Lage immer bedrohlicher

Die Lage für Nordkoreaner wird seit dem Amtsantritt von Kim Jong-un Ende des Jahres 2011 immer unberechenbarer. Nun soll er seinen mächtigen Onkel abgesetzt und dessen Gefolgschaft exekutiert haben. Auch die Christen im Land berichten von Verschlechterungen.

Kim habe seinen Onkel Jang Song-thaek, der einen zentralen Posten im Militär inne hatte, entlassen und zwei von dessen engsten Vertrauten, darunter Armeechef Ri Yong-ho, hinrichten lassen, berichtet die Zeitung Die Welt unter Berufung auf südkoreanische Quellen. Jang führte nach dem Tod von Kims Vater, Kim Jong-il, Ende 2011 in wichtigen Fragen die Verhandlungen mit dem Ausland, vor allem mit China. Armeechef Ri war bereits im Sommer 2012 entmachtet worden. Damals wurde er aus dem „Präsidium des Politbüros“ entfernt und von seinem Posten als „Vizevorsitzender der zentralen Militärkommission“ der Partei entbunden.

Christen verschärft überwacht

Die aktuellen Ereignisse bestätigte Nordkorea bislang noch nicht. Nach Angaben der Welt wurden südkoreanische Abgeordnete durch den Geheimdienst am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung informiert. Kims Onkel Jang sei „jüngst aus seiner Position entlassen worden, und zwei seiner Vertrauten – Ri Yong-ho und Jang Soo-kil – wurden Mitte November öffentlich hingerichtet“, sagte der oppositionelle südkoreanische Abgeordnete Jung Cheong-rae. Jang ist seitdem verschwunden.

Auch die Christen in Nordkorea sind von den Entwicklungen betroffen. Seit dem Amtsantritt von Kim seien die Überwachungsmethoden verschärft worden, erklärte Markus Rode, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Open Doors.

„Uns berichten Christen an der nordkoreanischen Grenze zu China, dass die Befestigungsanlagen und Zäune massiv ausgebaut werden, um den Menschen die Flucht aus Nordkorea zu erschweren“, sagte er gegenüber pro. Der aktuelle Bericht in der Welt zeige die Unberechenbarkeit und den Machtausbau von Kim. Dennoch wachse die Zahl der Untergrundchristen im Land weiter. (pro)

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