Die Nachfrage nach arabischen Bibeln steigt
Die Nachfrage nach arabischen Bibeln steigt
In Lateinamerika wurden 2012 die meisten Bibeln unter die Leute gebracht
In Lateinamerika wurden 2012 die meisten Bibeln unter die Leute gebracht

405 Millionen biblische Schriften weltweit verbreitet

Die nationalen Bibelgesellschaften haben 2012 weltweit mehr als 405 Millionen Bibeln, Neue Testamente und biblische Schriften verbreitet. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 24 Millionen Exemplare.

International wurde die Rekordzahl von 32,1 Millionen Bibeln verbreitet. Dies teilte der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) am Mittwoch im englischen Swindon mit. Auffallend ist nach Ansicht der Bibelgesellschaften der besonders hohe Zuwachs in Ländern, in denen Christen großem Druck ausgesetzt sind. In Syrien, dem Irak, Ägypten, Indien, Laos und Nigeria wuchsen die Verbreitungszahlen deutlich. Den größten Zuwachs gab es in Syrien von 19.000 auf 169.000 Schriften. Biblische Kalender und spezielle Publikationen zu Weihnachten und Ostern gehörten dort zu den erfolgreichsten Medien der Bibelgesellschaft.

„Christen in Syrien stehen unter enormem und suchen Ermutigung“, sagte Mike Bassous, Generalsekretär der Libanesischen Bibelgesellschaft, die auch in Syrien arbeitet. Kalender und Broschüren würden zurzeit stärker verbreitet als vollständige Bibeln, weil sie leichter zu transportieren seien. Häufig seien es Freiwillige aus den Kirchen, die die Publikationen zu Interessierten brächten oder zu anderen, die danach verlangten, erklärte Bassous in einer Pressemitteilung.

Bibelverteilung auf dem Tahrir-Platz

In Ägypten wuchs die Zahl der verbreiteten biblischen Schriften um 25 Prozent auf 2,82 Millionen. Broschüren mit biblischen Texten wie der Bergpredigt wurden zum Beispiel bei Massenversammlungen auf dem Tahrir-Platz verteilt. In Ägypten wurden außerdem nach dem Tod des Papstes der Koptischen Kirche, Schenuda III., im März 2012 verteilt. UBS-Direktor Michael Perreau sieht die Arbeit der Bibelgesellschaften durch die wachsende Nachfrage nach biblischen Schriften bestätigt. „Es ist ermutigend, dass das Wort Gottes mehr denn je gefragt ist und Menschen erfreut“, sagte er angesichts der unterschiedlichen Situation der christlichen Gemeinden und der Bibelverbreitung in den Weltregionen.

Zahlen von Verlagen und Organisationen, die nicht dem Weltverband angehören, blieben bei der UBS-Statistik unberücksichtigt. Der Weltverband der Bibelgesellschaften ist ein Zusammenschluss von 146 nationalen Bibelgesellschaften, zu denen auch die Deutsche Bibelgesellschaft gehört. (pro)

Von: mb

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