Der iranische Christ Mostafa Bordbar ist nach elf Monaten überraschend aus der Haft entlassen worden. Er sollte eigentlich zehn Jahre im Gefängnis sitzen
Der iranische Christ Mostafa Bordbar ist nach elf Monaten überraschend aus der Haft entlassen worden. Er sollte eigentlich zehn Jahre im Gefängnis sitzen

Freispruch für inhaftierten Christen im Iran

Der iranische Christ Mostafa Bordbar ist überraschend aus der Haft entlassen worden. Eigentlich sollte er zehn Jahre im Gefängnis verbringen. Nun sprach ihn ein Berufungsgericht von allen Vorwürfen frei.

Der 27-Jährige Bordbar war im Dezember letzten Jahres zusammen mit rund 50 anderen konvertierten Christen bei einer Weihnachtsfeier verhaftet worden. Während der Großteil der Gruppe nach einer Befragung wieder freigelassen wurde, blieben Bordbar und der armenische Pastor Vruir Avanessian in Haft, wie die Organisation „Release International“ berichtete. Im Juli verurteilte ein Gericht Bordbar zu zehn Jahren Gefängnis wegen seiner angeblichen „Teilnahme an einer sicherheitsfeindlichen Organisation“ und der „Versammlung in der Absicht, Verbrechen gegen den iranischen Staat zu planen und zu begehen“. Am 30. Oktober sprach ihn ein Berufungsgericht von allen Vorwürfen frei. Vor wenigen Tagen wurde Bordbar aus der Haft entlassen, teilte die Organisation „Open Doors“ an diesem Freitag mit.

Bereits im Juli, kurz vor der ersten Rede des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani vor der UN-Vollversammlung, wurden zwei Christinnen vor dem Ende ihrer Haftzeit entlassen. Nach Angaben von „Open Doors“ sind im Iran in den vergangenen drei Jahren mindestens 300 Christen wegen ihres Glaubens verhaftet worden. Vierzig Christen, die in dem Land im Gefängnis sind, sind der Organisation namentlich bekannt. Die Freilassung von Bordbar wertet „Open Doors“ als Hoffnungszeichen, dass demnächst noch weitere Christen frei kommen. (pro)

Von: JSt

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