Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zur Aktion #lichtfenster auf und stellt abends ein Licht in ein Fenster von Schloss Bellevue

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zur Aktion #lichtfenster auf und stellt abends ein Licht in ein Fenster von Schloss Bellevue

Kirchen unterstützen die Aktion #lichtfenster des Bundespräsidenten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie zur Aktion #lichtfenster aufgerufen. Sowohl die Evangelische als auch die Katholische Kirche begrüßen die Initiative des Staatsoberhauptes und beteiligen sich daran.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) haben sich der Aktion #lichtfenster von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angeschlossen und rufen dazu auf, jeden Freitag nach Einbruch der Dunkelheit ein Licht zum Andenken an die Toten der Corona-Pandemie ins Fenster zu stellen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Freitag als Zeichen des gemeinsamen Gedenkens für die mehr als 50.000 Opfer der Corona-Pandemie zur Aktion #lichtfenster aufgerufen. Der Bundespräsident stellt vom 22. Januar an abends gut sichtbar ein Licht in ein Fenster seines Amtssitzes, dem Schloss Bellevue in Berlin.

„Ich freue mich sehr über die Initiative des Bundespräsidenten“, sagt der EKD-Ratsvorsitzende, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Der Ratsvorsitzende befürwortete zudem eine zentrale Gedenkfeier für die Verstorbenen der Corona-Pandemie, die der Bundespräsident für die Zeit nach Ostern angekündigt hatte.

EKD-Chef: „Anteilnahme und Solidarität bekunden“

„Nicht nur die Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, warten auf eine solche öffentliche Trauerfeier“, erklärte Bedford-Strohm in einer Pressemeldung vom Freitag. Umso wichtiger sei es, schon auf dem Weg bis dahin ein deutliches Zeichen zu setzen. „Tausende Menschen sterben in diesen Tagen auf den Intensivstationen oder zu Hause. In den Nachrichten erfahren wir täglich ihre Zahl. Hinter jedem Todesfall steht eine ganz persönliche Geschichte von Hoffen und Bangen, von Abgründen, die sich auftun, wenn der Kampf um das Leben eines lieben Menschen verloren ist“, erinnert der Ratsvorsitzende.

Mit den Lichtern wolle man Anteilnahme und Solidarität bekunden. „Lasst uns in unseren Gedanken und Gebeten an der Seite derer stehen, die Schmerz und Ohnmacht beim Verlust eines Menschen erlebt haben“, erklärte Bedford-Strohm.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hofft auf die aktive Beteiligung vieler Menschen an der Aktion. Sie sei ein starkes Zeichen der Anteilnahme und des Mitgefühls. „Ich bin dankbar für die Initiative, die ich gerne unterstütze“, erklärte Bätzing am Freitag, und weiter: „Wir Christen gedenken jeden Freitag des Todestages Jesu. In dieses Gedenken schließen wir die Opfer der Pandemie ein.“

Bätzing hat zur Aktion ein Gebet verfasst und lädt ein, es beim Anzünden einer Kerze zu sprechen. Bätzings Gebet für Ärzte, Pfleger, Seelsorger sowie Kranke und Einsame beinhaltet auch die Fürbitte für Verstorbene und deren Angehörige.

Von: Norbert Schäfer

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