Heidi Klum beim Fernsehpreis Emmy (Archivbild)

Heidi Klum beim Fernsehpreis Emmy (Archivbild)

Heimlich Pfarrer? – Deswegen konnte Bill Kaulitz Heidi Klum trauen

Der Sänger der Band „Tokio Hotel“, Bill Kaulitz, ist zwar kein Pfarrer, hat aber dennoch Model Heidi Klum und Musiker Tom Kaulitz getraut. Wie war das möglich?

Die Hochzeit von dem Model Heidi Klum und Musiker Tom Kaulitz ist in der Boulevard-Presse das Ereignis des Sommers. Das Paar gab sich am vergangenen Samstag vor Capri auf der Luxus-Yacht „Christina O.“ das Jawort. Das Skurrile: Kein Geistlicher traute die 46-Jährige und den 29-Jährigen, sondern der Zwillingsbruder des Bräutigams, Bill Kaulitz, übernahm das Amt. Dieser ist Frontsänger der gemeinsamen Musikgruppe „Tokio Hotel“.

View this post on Instagram

Week of love ❤️

A post shared by Bill Kaulitz (@billkaulitz) on

Zwillingsbrüder Tom und Bill Kaulitz mit Heidi Klum (v.l.n.r.)

Bill Kaulitz ist allerdings nicht heimlich unter die Pfarrer gegangen. Vielmehr hat er laut verschiedener Medienberichte die Lizenz für die Zeremonie bei einer Art Internet-Kirche erworben. Die nicht konfessionelle spirituelle Organisation „Universal Life Church Monastery“ (ULC) bietet Online-Ordinationen für Personen an, die etwa Freunde trauen wollen, aber nicht von einer institutionellen Glaubensgruppe ordiniert sind. Der Begriff der Ordination ist hier also weiter zu verstehen als die Einsetzung eines evangelischen Pfarrers in sein Amt oder die Weihe eines katholischen Priesters.

Wie die Zeitschrift Bunte berichtet, hatten Klum und Tom Kaulitz bereits im Februar standesamtlich in Beverly Hills geheiratet. So benötigten sie in Italien keine weitere Heiratserlaubnis. Die Trauung habe einen rein symbolischen Charakter. Bei der Zeremonie trug Bill Kaulitz eine Stola über seine Schultern, wie man sie auch auf der Webseite der ULC bestellen kann. Die Farbkombination Weiß/Elfenbein soll laut Internet-Kirche für „Reinheit und Wiedergeburt“ stehen.

Unter einem bei Instagram veröffentlichten Bild schrieb Bill Kaulitz: „Ich habe am Wochenende die Trauung meines Zwillingsbruders und seiner schönen Ehefrau vorgenommen. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Bereits Lady Gaga, Paul McCartney und Co. ordiniert

Die ULC wirbt auf ihrer Internetseite, dass sie bereits Talkmaster wie Conan O'Brien und Stephen Colbert, Schauspieler Benedict Cumberbatch und Dwayne Johnson oder Sänger Paul McCartney und Lady Gaga ordiniert hat. Seitdem die Seite 1999 online ging, wurden darüber laut eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Personen ordiniert, täglich über 1.000 Interessierte.

Zuletzt war die Organisation in die Schlagzeilen geraten, weil sie gegen ein Gesetz in Tennessee klagte. Personen, die in den USA im Internet für die Durchführung von Eheschließungen ordiniert wurden, sollen dies in dem US-Bundesstaat seit Juli nicht mehr dürfen (pro berichtete). Das Gesetz wurde wegen der Klage vorübergehend ausgesetzt, berichtet die New York Times.

Von: Martina Blatt

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus