Erstmals gibt es eine Barbie mit dem islamischen Kopftuch, dem Hijab

Erstmals gibt es eine Barbie mit dem islamischen Kopftuch, dem Hijab

Barbie nun auch mit Hijab

Der weltweit bekannte Puppenhersteller Mattel hat am Montag eine neue Barbie vorgestellt, die der amerikanischen Sportlerin Ibtihaj Muhammad nachempfunden ist. Das Besondere: Die Puppe trägt wie ihr Vorbild einen Hijab, das islamische Kopftuch.

Wie die Washington Post berichtet, stellte Mattel die neue Puppe am Montag in Brooklyn vor. Anwesend war auch die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad, die 2016 bei den Olypmischen Spielen Bronze für die USA gewann. „Ibtihaj inspiriert Frauen und Mädchen überall dazu, Grenzen zu durchbrechen“, teilte Mattel mit. Muhammad zeigte sich sehr bewegt von der Entscheidung der Firma. „Ich hatte als Athletin so viele Momente, in denen ich mich nicht einbezogen fühlte“, sagte die 31-Jährige. Daher bedeute es ihr sehr viel, dass sie mit ihrem Hijab dazu beitrage, dass Mattel als große globale Firma die Diversität fördert. Gegenüber Mattel hatte die Sportlerin darum gebeten, dass ihre Puppe starke Beine, einen dunklen Eyeliner sowie einen Hijab bekommen sollte. Damit ist ihre Barbie die erste Ausgabe mit diesem islamischen Kleidungsstück überhaupt. Muhammad führt eine eigene Bekleidungslinie namens Louella.

Die Barbie wurde 1959 von der Firma Mattel mit Sitz in Kalifornien erfunden. Seitdem eifern viele Mädchen auf der ganzen Welt dem Schönheitsideal der Puppe nach. Mattel bemüht sich seit Jahren, das Image zu bekämpfen, mit seinen Barbie-Puppen bestimmte Klischees zu fördern. So entsprach die Barbie jahrzehntelang dem westlichen Ideal einer schönen Frau als schlank, weiß und blond. Seit einem Jahr gibt es die Barbie auch mit etwas anderen Formen: etwas kleiner, größer und sogar etwas runder. Mittlerweile gibt es auch eine Barbie, die an das Plus-Size-Model Ashley Graham angelehnt ist und die für ein gesundes Körperbewusstsein stehen soll. Im Jahr 2015 wurde die Ava DuVernay Barbie mit Dreadlocks veröffentlicht, benannt nach der Filmregisseurin, die den Film „Selma“ machte über die Proteste von Schwarzen in den USA der 60er Jahre.

Der Puppenhersteller setzte verstärkt ein Augenmerk auf „Diversity“ und „neue weibliche Vorbilder“, teilte das Unternehme mit. So gibt es seit einiger Zeit eine Kollektion namens „Sheroes“, ein Kofferwort aus den englischen Wörtern „she“ (sie) und „hero“ (Held). Nach eigenen Aussage sollen diese Puppen den Kindern vermitteln, „dass Mädchen alles werden können, was sie wollen“.

Die Säbelfechterin Muhammad freute sich in einem Twitter-Beitrag: „Danke @Mattel, dass ich Teil der #Shero Familie sein darf. Ich bin stolz zu wissen, dass überall kleine Mädchen nun mit einer Barbie spielen können, die sich entschlossen hat, einen Hijab zu tragen. Damit wird ein Kindheitstraum wahr.“

Von: Jörn Schumacher

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