Idyllisch aus der Ferne, im Innern schwer beschädigt: die evangelische St.-Martini-Kirche in Bremen-Lesum

Idyllisch aus der Ferne, im Innern schwer beschädigt: die evangelische St.-Martini-Kirche in Bremen-Lesum

Unbekannte verwüsten Kirche in Bremen

Unbekannte haben am Wochenende evangelische St.-Martini-Kirche in Bremen-Lesum verwüstet. Bei den Angriffen auf Orgel und Altar entstand laut Polizei ein Sachschaden von einer halben Million Euro.

Die evangelische St.-Martini-Kirche in Bremen-Lesum wurde am Wochenende zu einem Tatort: Eindringlinge beschädigten zwei Orgeln, indem sie diese mit Bauschaum befüllten. Außerdem beschmierten sie Fußboden, Altar und Taufbecken mit roter Acrylfarbe, berichtet der Weser-Kurier. Der oder die Täter haben zudem einen Feuerlöscher im gesamten Gottesdienstraum entleert. Die Polizei spricht demnach von einem Sachschaden von einer halben Million Euro.

Wie die Zeitung weiter berichtet, wurde der Schaden am Sonntagmorgen vom Küster der Gemeinde entdeckt, als er die Räume für den Gottesdienst vorbereiten wollte. Die Pressestelle der Bremischen Evangelischen Kirche habe mitgeteilt, dass keine Flugblätter, Parolen oder Symbole gefunden worden seien. Die Polizei sucht nach Hinweisen für den Tatzeitraum, etwa Samstagmittag bis Sonntagmorgen.

Pfarrerin Christine Sprenger sagte in der ARD: „Das ist ein Ort, der den Menschen heilig ist. Hier finden Taufen statt, Hochzeiten, Konfirmationen, Beerdigungen.“ Wer diesen Ort beschädige, beschädige damit auch die Empfindungen der Menschen für diesen besonderen Raum. Kantor Hans-Dieter Renken sagte, er sei „eher fassungslos als wütend“. Die gewaltsame Zerstörung der Orgeln einen Tag vor einem Bach-Konzert zum Reformationsjubiläum nannte er einen „deutlichen Anschlag gegen die Kirchenmusik“.

Bei der St.-Martini-Kirche in Bremen-Lesum handelt es sich nicht um die gleichnamige Bremer Kirche des Pfarrers Olaf Latzel, die 2015 bundesweit in die Schlagzeilen geraten war. Der Pfarrer hatte sich damals mit scharfen Worten gegen Religionsvermischung ausgesprochen.

Von: Moritz Breckner

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